Kreditqualität im ersten Halbjahr gesunken
Fitch Ratings geht in dem halbjährlichen Ausblick, der Mitte Juli veröffentlicht wurde, von einer steigenden Volatilität an den Kreditmärkten aus. Die Unsicherheit hinsichtlich der Zentralbankpolitik und die schwache Konjunkturentwicklung dürften nach Auffassung der Ratingagentur die Sensibilität der Marktteilnehmer steigern, wie schon die teilweise starken Kursverluste Ende des ersten Halbjahrs gezeigt haben. Insbesondere Schwellenländer waren bislang von Verkäufen betroffen. Mit Blick auf die zweite Jahreshälfte warnt der Ausblick, dass vor allem Schwellenländer mit schwachen Fundamentaldaten vor erhöhten Zins- und Wechselkursrisiken stehen.
Quelle: Fitch Ratings
Dennoch bleibt die Ratingentwicklung in Schwellenländern insgesamt eher positiv. In Europa dagegen bleiben die Staatenratings unter Druck. Das schwierige Wachstumsumfeld und die hohe Verschuldung sowohl im öffentlichen als auch privaten Sektor drücken nach wie vor auf das Ratingniveau. Unter den entwickelten Staaten dominieren die negativen Ratingausblicke, mehr als jeder Dritte wird von Fitch auf der negativen Watchlist oder mit negativem Ausblick geführt.
Quelle: Fitch Ratings
Das Niedrigzinsumfeld hat seit Jahresbeginn das Segment High Yield in das Interesse vieler Investoren gerückt. Dementsprechend rege war auch die Emissionstätigkeit im ersten Halbjahr. In Europa wurden in den ersten sechs Monaten bereits 60 Mrd. Euro platziert, knapp 5 Mrd. weniger als im gesamten Vorjahr.