KPMG zur Weiterentwicklung der Alternative-Investments-Industrie
Im Juni erschien die umfangreiche Studie "Transformation - The Future of Alternative Investments" von KPMG. Darin werden mehr als 200 Investoren, Asset Manager und Administratoren zu Trends und Entwicklungen der Alternative-Investments-Industrie befragt, mit Schwerpunkt auf der Asset-Klasse Hedgefonds. Die größte Herausforderung für die Branche innerhalb der nächsten drei Jahre stellen nach Ansicht der Investoren erhöhte Transparenzanforderungen dar, für Administratoren und Manager sind es Regulierung und Aufsicht. In Europa und überwiegend auch in den USA werden die Auswirkungen der erwarteten neuen Regulierungsvorschriften von der Mehrheit der Befragten allerdings als hinderlich für das Branchenwachstum angesehen.
Quelle: KPMG
52 % der Investoren planen eine Erhöhung ihrer Allokation in Alternatives innerhalb der nächsten drei Jahre, nur 15 % hingegen eine Reduktion. Die Ansprüche der Anleger sind zudem gestiegen, insbesondere bei der Transparenz, Due-Diligence-Prozessen und Gebühren erwarten sie neue Geschäftsmodelle und größeren eigenen Einfluss. Interessanterweise spielt dabei die Domizilierung ihrer Manager nur für 24 % der Investoren eine Rolle. Vor allem die direkten Hedgefonds-Investments und die Investments über Managed Accounts sollen nach Angaben der großen Mehrheit der Investoren ansteigen, während nur 9 % bei Dachfonds eine Erhöhung planen und 67 % hier eine Reduktion anstreben.
Quelle: KPMG
Zu ähnlichen Ergebnissen kommen die Manager, auch sie bevorzugen direkte Investments bzw. bieten überwiegend direkte Produktlösungen an. Die neuen Kundenbedürfnisse wurden schnell antizipiert. 70 % der Manager gaben an, dass die Pflege ihrer Kundenbeziehungen wichtigstes Ziel des Geschäftsmodells innerhalb der nächsten Jahre sei, gefolgt von der Fokussierung auf Kernprodukte mehr Transparenz und neuen Produkten, die jeweils 58 % nannten.
Quelle: KPMG
Bei den Administratoren bilden die Eckpunkte Reporting und Governance mit großem Abstand den Schwerpunkt. Sie stehen unter dem Druck, die geplanten Änderungen der operativen und aufsichtsrechtlichen Prozesse umsetzen zu müssen. In Europa sind die Befürchtungen über negative Auswirkungen der geplanten Regelungen am größten, vermutlich auch deshalb, da hier eine neue Finanzmarktregulierung am ehesten erwartet wird.