15.11.2004 | 

Konjunkturinstitute erwarten Preisgipfel für Rohstoffe

Der starke Preisanstieg auf den weltweiten Rohstoff-Märkten hat nach Einschätzung

der "Vereinigung Europäischer Konjunkturinstitute" (AIECE) seinen

Scheitelpunkt nahezu erreicht. Für 2005 sei mit einer moderaten

Verlangsamung der Weltwirtschaft und neuen Produktionskapazitäten zu

rechnen. Doch dies werde nicht verhindern können, dass sich Öl und

Ergas voraussichtlich weiter verteuern, heißt in der neuen Studie der

AIECE-Rohstoffgruppe, die vom Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archiv

(HWWA) veröffentlicht wurde.  

Im laufenden Jahr erwartet die AIECE in Dollar gerechnet einen Anstieg

der Rohstoffpreise um 30 Prozent, nach 14 Prozent im Jahr 2003. Am

stärksten steigen Energierohstoffe mit einem Plus von 35 Prozent,

während die übrigen Rohstoffe um 20 Prozent höher liegen werden. Bei

den landwirtschaftlichen Rohstoffen lässt der Preisanstieg dagegen

nach, er werde noch neun Prozent nach 22 Prozent im Vorjahr betragen.

In den vergangenen sechs Monaten seien die Rohstoffpreise ohne

Nahrungsmittel auf Niveaus gestiegen, wie sie zuletzt in den frühen

achtziger Jahren erreicht wurden. Als Ursache haben die

Konjunkturforscher das stärkere Industrie- und Wirtschaftswachstum

ausgemacht, zusammen mit politischen Spannungen, Wirbelstürmen und

Spekulation. "Der Schlüssel für die Entwicklungen an den

Rohstoffmärkten bleibt China", schreiben die Forscher. "Versuche, die

Wirtschaft abzukühlen, dürften das Wachstum dort in naher Zukunft

verlangsamen."

Die Studie kann für ? 66,-- beim HWWA bestellt werden: info-service@hwwa.de

Die Vereinigung Europäischer Konjunkturinstitute (AIECE) erwarten

weiterhin hohe Rohstoffpreise. Auf Dollarbasis rechnet die

Rohstoff-Gruppe der Organisation in ihrem neuen Forschungsbericht mit

einem Preisanstieg um 12 Prozent in diesem Jahr, wie die AIECE in

Helsinki mitteilte. Sie bezieht sich dabei auf den HWWA-Index des

Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs.

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