Konjunkturinstitute erwarten Preisgipfel für Rohstoffe
Der starke Preisanstieg auf den weltweiten Rohstoff-Märkten hat nach Einschätzung
der "Vereinigung Europäischer Konjunkturinstitute" (AIECE) seinen
Scheitelpunkt nahezu erreicht. Für 2005 sei mit einer moderaten
Verlangsamung der Weltwirtschaft und neuen Produktionskapazitäten zu
rechnen. Doch dies werde nicht verhindern können, dass sich Öl und
Ergas voraussichtlich weiter verteuern, heißt in der neuen Studie der
AIECE-Rohstoffgruppe, die vom Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archiv
(HWWA) veröffentlicht wurde.
Im laufenden Jahr erwartet die AIECE in Dollar gerechnet einen Anstieg
der Rohstoffpreise um 30 Prozent, nach 14 Prozent im Jahr 2003. Am
stärksten steigen Energierohstoffe mit einem Plus von 35 Prozent,
während die übrigen Rohstoffe um 20 Prozent höher liegen werden. Bei
den landwirtschaftlichen Rohstoffen lässt der Preisanstieg dagegen
nach, er werde noch neun Prozent nach 22 Prozent im Vorjahr betragen.
In den vergangenen sechs Monaten seien die Rohstoffpreise ohne
Nahrungsmittel auf Niveaus gestiegen, wie sie zuletzt in den frühen
achtziger Jahren erreicht wurden. Als Ursache haben die
Konjunkturforscher das stärkere Industrie- und Wirtschaftswachstum
ausgemacht, zusammen mit politischen Spannungen, Wirbelstürmen und
Spekulation. "Der Schlüssel für die Entwicklungen an den
Rohstoffmärkten bleibt China", schreiben die Forscher. "Versuche, die
Wirtschaft abzukühlen, dürften das Wachstum dort in naher Zukunft
verlangsamen."
Die Studie kann für ? 66,-- beim HWWA bestellt werden: info-service@hwwa.de
Die Vereinigung Europäischer Konjunkturinstitute (AIECE) erwarten
weiterhin hohe Rohstoffpreise. Auf Dollarbasis rechnet die
Rohstoff-Gruppe der Organisation in ihrem neuen Forschungsbericht mit
einem Preisanstieg um 12 Prozent in diesem Jahr, wie die AIECE in
Helsinki mitteilte. Sie bezieht sich dabei auf den HWWA-Index des
Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs.
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