15.11.2004 | 

AIMA und MFA wollen mit SEC zusammenarbeiten

Angesichts der neu beschlossenen Regulierung von Hedge-Fonds in den USA

wollen die großen Branchenverbände "Alternative Investment Management

Association" (AIMA) und "Managed Funds Association" (MFA) mit der

Aufsichtsbehörde SEC trotz Kritik zusammenarbeiten. MFA-Präsident John

G. Gaine erklärte, seine Organisation halte zwar weiterhin die

Grundannahmen der SEC für ihren Regulierungsbeschluss für unzutreffend,

sei aber bereit, eng mit der Behörde bei der Fertigstellung ihrer

Richtlinien zusammen zu arbeiten.

Die MFA wolle mit ihrer Kooperation sicherstellen, dass die

Hedgefonds-Industrie durch die neuen Regeln in ihrer Entwicklung nicht

behindert werde, erläuterte Gaine. Der Verband wolle seinen

Verpflichtungen gegenüber den Mitgliedern zur Vorbereitung auf die

Erfüllung der neuen Anforderungen gerecht werden. Dennoch werde die MFA

das weitere Vorgehen der SEC bei der Implementierung der neuen Regeln

genau beobachten. Gaine kritisierte die mit dem Registrierungszwang

verbundenen "unnötigen und erdrückenden Kosten für die Branche", die

bereits auf vielfältige Weise reguliert sei. Er befürchte, dass die

neuen Regeln der SEC die Innovationskraft und das unternehmerische

Engagement in der Hedgefonds-Industrie beschädigen könnten.

Die AIMA verwies darauf, dass die Auswirkungen des Regulierungszwangs

auf die außeramerikanischen Hedge-Fonds zurzeit noch nicht klar seien.

Der Verband wolle zunächst den Text des neuen Regelwerks prüfen und

seine Mitglieder über die Inhalte informieren, heißt es in einer

AIMA-Erklärung weiter. Sie wolle mit der SEC zusammenarbeiten, um zu

erreichen, dass der Status der ausländischen Fonds-Manager, die bereits

in ihrem Heimatland registriert sind, in die neue Registrierung

übernommen wird.

Die AIMA wolle sich bemühen, die Schwierigkeiten einer separaten oder

möglicherweise doppelten Überprüfung der ausländischen Fonds zu

vermeiden, schreibt der Verband. Die nationalen Aufsichtsbehörden im

Niederlassungsland der jeweiligen Fonds seien besser in der Lage, die

Manager zu regulieren und zu überwachen.

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