Klimarisiken in der strategischen Asset-Allokation
Die Deutsche Asset Management hat im Juni einen umfangreichen Sustainable Finance Report für institutionelle Investoren veröffentlicht. Darin werden unter anderem die Themen Mikrofinanz, Bau- und Immobilienwirtschaft, US-Infrastruktur, Regulierung sowie die Messung und Berücksichtigung von Klimarisiken in Anlageportfolios behandelt. 
Quelle: Deutsche Asset Management
In Folge des Klimawandels unterscheiden die Autoren drei zentrale klimabezogene Risiken für institutionelle Investoren: physische Risiken, Haftungsrisiken aus Schäden und ökonomische Risiken aus Schocks. An erster Stelle sollte demnach stehen, das Portfolio und die strategische Asset-Allokation in Hinblick auf diese Risiken zu durchleuchten. Dabei können die Erstellung eines Carbon Footprints und die Identifikation von Opportunitäten in der Low-Carbon-Economy einen sinnvollen Ansatzpunkt darstellen, schreiben die Autoren. Zahlreiche Unternehmen reporten bereits Daten zu Kohlenstoff und Treibhausgasen. Eine künftig straffere Regulierung, etwa auf Grundlage der Vorschläge des Financial Stability Boards (FSB), wird das verfügbare Datenmaterial weiter verbessern und den Druck auf Unternehmen und Investoren erhöhen, schätzen die Autoren. In der Umsetzung einer klimaneutraler Kapitalanlage stellen neben Divestments aus besonders schädlichen Industrien vor allem gezielte Investitionen in Lösungen des Klimawandels attraktive Anlageoptionen dar. In allen Asset-Klassen gibt es Möglichkeiten einen Beitrag zu leisten. Bei aktiven Management etwa über Anlagen in Green Bonds oder den Einbezug von ESG-Faktoren, bei passivem Management beispielsweise durch den Umstieg auf Low-Carbon-Varianten breiter Marktbenchmarks.
Quelle: Deutsche Asset Management
Beim Thema Real Assets sehen die Autoren große Chancen bei Anlagen in amerikanische Infrastruktur zur Erzeugung erneuerbarer Energie sowie im Immobiliensektor. Demnach weist Real Estate die größte Verbindung zwischen Nachhaltigkeit und Rendite auf. In den USA ergeben sich trotz des angekündigten Ausstiegs aus dem Klimaabkommen diverse attraktive Optionen, da ein Großteil der Bundesstaaten unverändert am Umstieg auf eine CO2-neutrale Energieversorgung festhält.
Mit den Opportunitäten in den USA befasst sich auch Dr. Armin Sandhövel von Allianz Global Investors in einem Fachbeitrag in Ausgabe 3|2017 des Absolut|report.
Absolut Research zeigt mit der Publikation Absolut|impact das Spektrum nachhaltiger Investments für institutionelle Investoren auf. Anleger erfahren durch Fachbeiträge zu Strategien, Trends, ESG-Initiativen und Regulierung, wie sie nicht nur ihr Portfolio, sondern auch gesellschaftliche Veränderungen (mit)gestalten können.