04.11.2019 | Studie

Klimaszenarien für Kapitalanlagen

Die Institutional Investors Group on Climate Change (IIGCC) hat einen Leitfaden zur Durchführung von Klima-Szenarioanalysen veröffentlicht. Im ersten Schritt sollten demnach die Ziele einer Szenarioanalyse klar definiert werden. Beispielsweise sollten Einflüsse auf die Organisation als ganzes und solche, die nur einzelne Investments betreffen, voneinander unterschieden werden. Anschließend sollten mit Hilfe eines Top-down-Mappings die zentralen Risikofelder identifziert werden. Bei der Wahl des Referenz-Szenarios liefert bspw. der TCFD-Leitfaden Anknüpfungspunkte. Ebenfalls bieten die IEA oder das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) entsprechende Rahmendaten.


Quelle: IIGCC

Die Autoren unterscheiden zwei Herangehensweisen: In der Top-Down-Perspektive stehen eher übergeordnete Einflüsse auf die strategische Asset-Allokation oder das Asset-Liability-Management im Fokus. Die Modellierung aus Bottom-Up-Perspektive dagegen beurteilt mögliche Auswirkungen auf einzelne Wertpapiere, Unternehmen oder Branchen. Kurzfristige Schocks, etwa durch Regulatorik oder technologischen Fortschritt sollten von langfristigen Entwicklungen, wie einem Temperaturanstieg unterschieden und an verschiedenen Stellen ins Risikomanagement integriert werden. Grundsätzlich sollten Klimaanalysen als iterativer Prozess Teil des generellen Risikomanagements werden und entsprechende Parameter laufend unter Beobachtung stehen.


Quelle: IIGCC

Darüber hinaus bietet der Leitfaden verschiedene Fragebögen, die zur Beurteilung von Klimaszenario-Analysen herangezogen werden können.


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