Keine klaren Trends für Hedge-Fonds
Der Vorstandsvorsitzende der britischen Hedgefonds-Gesellschaft MAN
Group, Stanley Fink, sieht auf den internationalen Märkten zurzeit
keine klaren Trends. In einem Interview der FAZ sagte er: "Seit etwa
einem Jahr sind die Bedingungen für unseren Hauptstil, das sind die
Managed Futures, nicht sonderlich günstig. Richtungslose Märkte und
scharfe Trendbrüche sind in der Tendenz schlecht für uns." Die weitere
Entwicklung hänge vor allem von der Entwicklung des US-amerikanischen
Defizits und der geopolitischen Lage ab.
Bei positiver Prognose, so Fink weiter, würde er in
Long-Short-Aktienfonds investieren, ansonsten in negativ korrelierte
Produkte. Fast die Hälfte der von MAN verwalteten Mittel werde auf
Managed-Account-Plattformen geführt, was eine verbesserte Kontrolle
über Risikopositionen zuließe, sagte Fink.
Insgesamt sieht Fink aktuell kaum Gefahren bei den großen Hedge-Fonds.
Die Verschuldung der Hedge-Fonds habe in den vergangenen Jahren
erheblich abgenommen, was zu einem Rückgang der Risiken in der Branche
geführt habe, konstatierte Fink weiter: "Im Jahr 1998 lag die
durchschnittliche Quote noch bei zehn zu eins. Heute liegt sie bei drei
zu eins. Wir fürchten daher eher, dass Hedge Fonds nicht genug
verschuldet sind, um die Zielrenditen erreichen zu können."
Das Aufkommen von Kreditderivaten wertet Fink als eine positive
Entwicklung, da durch sie eine verbesserte Risikoallokation entstünde,
indem Kreditrisiken von Banken auf eine Vielzahl von Marktteilnehmern
verteilt würden. "In Zeiten, in denen die Banken die Risiken noch in
ihren Büchern hielten, hätte ein Konkurs wie bei Worldcom den ganzen
Finanzbereich in die Pleite treiben können."
Das vollständige Interview ist unter dem Titel ?Hedge Fonds-Sorgen ? ein Sturm im Wasserglas !!alte Verlinkung!!? im Internet bei faz.net abrufbar:
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