15.06.2005 | 

Keine klaren Trends für Hedge-Fonds

Der Vorstandsvorsitzende der britischen Hedgefonds-Gesellschaft MAN

Group, Stanley Fink, sieht auf den internationalen Märkten zurzeit

keine klaren Trends. In einem Interview der FAZ sagte er: "Seit etwa

einem Jahr sind die Bedingungen für unseren Hauptstil, das sind die

Managed Futures, nicht sonderlich günstig. Richtungslose Märkte und

scharfe Trendbrüche sind in der Tendenz schlecht für uns." Die weitere

Entwicklung hänge vor allem von der Entwicklung des US-amerikanischen

Defizits und der geopolitischen Lage ab.

Bei positiver Prognose, so Fink weiter, würde er in

Long-Short-Aktienfonds investieren, ansonsten in negativ korrelierte

Produkte. Fast die Hälfte der von MAN verwalteten Mittel werde auf

Managed-Account-Plattformen geführt, was eine verbesserte Kontrolle

über Risikopositionen zuließe, sagte Fink.

Insgesamt sieht Fink aktuell kaum Gefahren bei den großen Hedge-Fonds.

Die Verschuldung der Hedge-Fonds habe in den vergangenen Jahren

erheblich abgenommen, was zu einem Rückgang der Risiken in der Branche

geführt habe, konstatierte Fink weiter: "Im Jahr 1998 lag die

durchschnittliche Quote noch bei zehn zu eins. Heute liegt sie bei drei

zu eins. Wir fürchten daher eher, dass Hedge Fonds nicht genug

verschuldet sind, um die Zielrenditen erreichen zu können."

Das Aufkommen von Kreditderivaten wertet Fink als eine positive

Entwicklung, da durch sie eine verbesserte Risikoallokation entstünde,

indem Kreditrisiken von Banken auf eine Vielzahl von Marktteilnehmern

verteilt würden. "In Zeiten, in denen die Banken die Risiken noch in

ihren Büchern hielten, hätte ein Konkurs wie bei Worldcom den ganzen

Finanzbereich in die Pleite treiben können."

Das vollständige Interview ist unter dem Titel ?Hedge Fonds-Sorgen ? ein Sturm im Wasserglas !!alte Verlinkung!!? im Internet bei faz.net abrufbar:

 

zurück