Keine Euphorie am europäischen Immobilienmarkt
Im europäischen Immobiliensektor ist die Stimmung verhalten pessimistisch, wie die aktuell erschienene Publikation "Emerging Trends in Real Estate Europe" von PricewaterhouseCoopers zeigt. Die auf einer Umfrage von knapp 700 Marktteilnehmern (Investoren, Service Provider, Banken und Asset Manager) basierende Studie liefert einen umfassenden Ausblick auf das Jahr 2012. Zwar besserte sich das Sentiment im Vergleich zum Vorjahr etwas, dennoch rechnen nur 26,1 % der Branche mit einem sich verbessernden Marktumfeld.
Ursächlich für die verhaltene Stimmung ist die Schuldenkrise und die damit verbundene notwendige Konsolidierung der Bankbilanzen. Diese dürften die Finanzierungsbedingungen in naher Zukunft schwieriger gestalten, so die Ansicht der Experten.
Quelle: PwC
Die Lücken bei der Bankenfinanzierung sind durch die vielen derzeit unklaren regulatorischen Neuerungen, bspw. von Solvency II, nur schwer durch Fremdkapital zu schließen. Aufgrund der allgemeinen Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung werden daher Immobilien in den Großstädten Europas bevorzugt, da diese nach Ansicht der Studienteilnehmer am ehesten wirtschaftlichen Abschwüngen standhalten.
Top-Standorte sind nach Einschätzung der Studie Istanbul, München, Warschau, Berlin und Stockholm.
Quelle: PwC