28.11.2005 | 

Katastrophenbonds auch für Hedgefonds relevanter

Katastrophenbonds geraten verstärkt in den Blickpunkt der

Hedge-Fonds-Manager. Investoren, die auf diese Cat-Bonds setzen, müssen

jedoch jederzeit mit einem Totalverlust rechnen, wie er aktuell einer

Anleihe von Swiss Re droht. "Die meisten Hedge-Fonds, die in diese

Anleihen investieren, spielen mit dem Feuer und sind sich des Risikos

voll bewusst", sagt Hedge-Fonds-Analyst Jacob Schmidt von Schmidt

Research Partners der Nachrichtenagentur dpa-AFX. Ein Totalverlust sei

nun einmal die Gefahr, die in Kauf genommen werde, um eine höhere

Rendite zu erzielen.

Auch der Bundesverband Alternative Investments (BAI) erwartet keine

abschreckende Wirkung. "Die Investoren mussten sich der Gefahr eines

Totalverlust bewusst sein", sagt BAI-Sprecher Peter Alex. Das sei von

vornherein eingeschlossen. Ob die Rendite bei dieser Anlageform

tatsächlich attraktiv sei, hänge von dem Risiko der Anleihe ab.

Trotz einer möglichen, attraktiven Rendite bilden Catbonds im gesamten

Anleihenmarkt nur eine kleine Nische, wie BAI-Sprecher Alex sagt. Auch

Experte Schmidt betont: "Es gibt nur sehr wenige Hedge-Fonds, die in

Katastrophenbonds investieren. Die meisten machen das Geschäft direkt

mit den Firmen, die das Risiko auslagern wollen."

Für die Hannover Rück, die 1994 zum ersten Mal eine Risikoverbriefung

auf den Markt gebracht hat, lohnt sich das Geschäft. "Für uns und

unsere Investoren haben sich diese Verbriefungen ausgezahlt", sagt

Sprecherin Handrick. Angelockt werden die Profianleger nicht nur von

der Rendite. Vielmehr sehen sie diese Anlage auch als Möglichkeit an,

das Risko in ihrem Portfolio weiter zu streuen. Katastrophenbonds

korrelieren nicht mit anderen Anlagen und sind daher ein interessantes

Investment für Hedge-Fonds, erläutert BAI-Sprecher Alex.

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