Katastrophenbonds auch für Hedgefonds relevanter
Katastrophenbonds geraten verstärkt in den Blickpunkt der
Hedge-Fonds-Manager. Investoren, die auf diese Cat-Bonds setzen, müssen
jedoch jederzeit mit einem Totalverlust rechnen, wie er aktuell einer
Anleihe von Swiss Re droht. "Die meisten Hedge-Fonds, die in diese
Anleihen investieren, spielen mit dem Feuer und sind sich des Risikos
voll bewusst", sagt Hedge-Fonds-Analyst Jacob Schmidt von Schmidt
Research Partners der Nachrichtenagentur dpa-AFX. Ein Totalverlust sei
nun einmal die Gefahr, die in Kauf genommen werde, um eine höhere
Rendite zu erzielen.
Auch der Bundesverband Alternative Investments (BAI) erwartet keine
abschreckende Wirkung. "Die Investoren mussten sich der Gefahr eines
Totalverlust bewusst sein", sagt BAI-Sprecher Peter Alex. Das sei von
vornherein eingeschlossen. Ob die Rendite bei dieser Anlageform
tatsächlich attraktiv sei, hänge von dem Risiko der Anleihe ab.
Trotz einer möglichen, attraktiven Rendite bilden Catbonds im gesamten
Anleihenmarkt nur eine kleine Nische, wie BAI-Sprecher Alex sagt. Auch
Experte Schmidt betont: "Es gibt nur sehr wenige Hedge-Fonds, die in
Katastrophenbonds investieren. Die meisten machen das Geschäft direkt
mit den Firmen, die das Risiko auslagern wollen."
Für die Hannover Rück, die 1994 zum ersten Mal eine Risikoverbriefung
auf den Markt gebracht hat, lohnt sich das Geschäft. "Für uns und
unsere Investoren haben sich diese Verbriefungen ausgezahlt", sagt
Sprecherin Handrick. Angelockt werden die Profianleger nicht nur von
der Rendite. Vielmehr sehen sie diese Anlage auch als Möglichkeit an,
das Risko in ihrem Portfolio weiter zu streuen. Katastrophenbonds
korrelieren nicht mit anderen Anlagen und sind daher ein interessantes
Investment für Hedge-Fonds, erläutert BAI-Sprecher Alex.
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