27.11.2013 | Märkte

Kapitalmärkte in Subsahara-Afrika

Bedingt durch das niedrige Zinsniveau in den Industrieländern bei gleichzeitig hoher Liquidität im Markt und verbesserten Gegebenheiten für Investoren in der Region Sub-Sahara Afrika (SSA), ist in den letzten Jahren ein vermehrter Kapitalstrom in Richtung des Schwarzen Kontinents auszumachen. Gute wirtschaftliche Entwicklungen, die von Reformen und Verbesserungen im Geschäftsumfeld und einer stabilen Rohstoffnachfrage begleitet waren, haben die jährlichen Investitionen in SSA seit 2003 von 13,2 Mrd. US-Dollar um über 250 % auf 48,3 Mrd. US-Dollar im vergangenen Jahr ansteigen lassen, wie eine Studie von DB Research zeigt. Der Großteil davon entfällt auf ausländische Direktinvestitionen, welche sich allerdings nicht mehr ausschließlich auf den Rohstoffsektor beschränken, sondern vermehrt auch Konsumgüter, Infrastruktur und Dienstleistungen umfassen.


Quelle: Deutsche Bank

Die meisten Aktieninvestments konzentrieren sich auf den mit Abstand größten Markt, Südafrika, wo beinahe 85 % der gesamten Marktkapitalisierung der Subsahara-Region gelistet sind. Dahinter folgt Nigeria mit knapp 8 % Anteil. Mit Ausnahme von Südafrika ist die geringe Größe der lokalen Märkte mit einer entsprechend geringen Liquidität der dort gehandelten Titel verbunden. Auch sind die Handelssysteme veraltet, so dass die Abwicklung eines einzelnen Geschäfts mitunter Monate dauern kann. Dem gegenüber stehen jedoch hohe Renditechancen, etwa in Uganda, dessen lokaler Index 2012 um 45 % zugelegt hat.


Quelle: Deutsche Bank

Der Fixed-Income-Bereich wird von ebenfalls weitgehend illiquiden Staatsanleihen dominiert. Zwar haben die Emissionsvolumina in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, doch bleibt das Segment der Anleihen in Lokalwährung mit einem Gesamtvolumen von 31 Mrd. US-Dollar im Jahr 2012 vergleichsweise klein. Für das laufende Jahr rechnet DB Research mit einem Anstieg der Emissionen von Eurobonds durch die afrikanischen Regierungen.

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