28.07.2016 | Märkte

Kapitalanlagen deutscher Versicherer auf Rekordhoch

Mit einem Volumen von über 1,5 Billionen Euro erreichten die Kapitalanlagen der deutschen Versicherer 2015 einen neuen Rekordwert. Dies geht aus der Mitte Juli veröffentlichten Statistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Zum Vorjahr ergab sich damit ein Anstieg um fast 60 Mrd. Euro bzw. knapp 4 Prozent. Rund 80 % der Kapitalanlagen deutscher Erst- und Rückversicherer entfielen auf Zinsanlagen wie Pfandbriefe, Rentenfonds oder Darlehen. Mit einen Anteil von weniger als 6 % der Direktanlagen, nahmen Staatsanleihen einen kleineren Platz im Portfolio ein als angenommen, erkennt der GDV. 


Quelle: GDV

Bei den Direktanlagen dominierten dagegen Pfandbriefe mit einem Anteil von fast 16 %. In Unternehmensanleihen waren etwas mehr als 7 % des Anlagevolumens investiert. Rentenfonds kamen auf einen Anteil von 22 %. Auch als Kreditgeber spielen Versicherer eine wichtige Rolle. Über 18 % der Kapitalanlagen entfiel auf Darlehen. Kreditnehmer sind überwiegend die öffentliche Hand und Banken. Auf Hypotheken zur privaten Immobilienfinanzierung entfielen insgesamt 56 Mrd. Euro oder fast 4 % der Kapitalanlagen.

Das ebenfalls vom GDV im Juli veröffentlichte Jahrbuch der deutschen Lebensversicherer zeigt, dass diese größte Teilgruppe der Assekuranz im Durchschnitt eine Nettoverzinsung von 4,52 % im Jahr 2015 erzielen konnte. Hierfür war jedoch nicht ausschließlich die Asset-Allokation verantwortlich, wie der GDV betont. Stattdessen führte die Auflösung von Bewertungsreserven zu diesem gemessen am Zinsniveau sehr positiven Ergebnis. Die laufende Durchschnittverzinsung der Kapitalanlage lag bei nur 3,64 %.

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