Irrationales Verhalten reduziert Rendite von Immobilieninvestments
Im Immobiliensektor sind Anleger durch die größere Intransparenz und Marktineffizienz besonders anfällig gegenüber verhaltensbasierten Fehlentscheidungen, zeigt eine Analyse von Fidelity vom September 2018. Verstärkend wirken zudem die Illiquidität des Marktes, das Fehlen der Möglichkeit Short-Positionen einzugehen und nicht zuletzt emotionale Faktoren, da es sich bei Immobilien um physische Assets handelt. Dies führt zu verhaltensgesteuerten Effekten wie etwa Framing. Immobilien werden je nach Region und Funktion kategorisiert und mit bestimmten Erwartungen bezüglich ihres Rendite/Risiko-Profils verknüpft. Dabei werden andere, relevante Aspekte wie etwa Mieterstruktur und Ausfallrisiken ausgeblendet. Sinnvoller ist eine individuelle Analyse der Renditetreiber und Risikoquellen. 
Quelle: Fidelity
Ein weiteres Problem besteht im Anchoring, also der Fixierung auf irrelevante bzw. irreführende Faktoren. Anstelle der Wertgewinne ist es bei der Bewertung von Investments sinnvoller, sich auf laufende Erträge zu konzentrieren. Verlustaversion sorgt dafür, dass Verluste zu spät realisiert werden, Auch werden unrealistische Verkaufspreise gefordert, um die Immobilien zu diesem höheren Wert bilanzieren zu können. Hier helfen ein konsistenter Investment-Prozess mit regelmäßigen Überprüfungen der Portfolioobjekte und die Konzentration auf Immobilien mit positiven Aussichten. Eine breite Diversifikation über Regionen vermeidet den Home Bias und eröffnet den Zugang zu attraktiv bewerteten Investment-Opportunitäten. 
Quelle: Fidelity
Herdentrieb kann durch eine langfristig orientierte Anlagepolitik vermieden werden, bei der impulsive Verkäufe in Abwärtsphasen nicht durchgeführt werden. Im Zweifelsfall kann es sinnvoll sein, eine konträre Position zum Markt einzunehmen.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Immobilien jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Real Estate. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 16.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 31 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 140 Universen.