IOSCO verabschiedet Entwurf zur Hedgefonds-Regulierung
Das Technical Committee der International Organization of Securities Commissions (IOSCO) hat Ende Juni seinen Abschlussbericht zur geplanten Regulierung von Hedgefonds veröffentlicht. Darin werden sechs Leitregeln vorgestellt, die von den Mitgliedern in nationales Recht umgesetzt werden sollen.
Es wird erstens eine Registrierungspflicht für Fonds, Manager und Berater angestrebt. Zusätzlich sollen sie einer angemessenen Regulierung unterliegen, die operationale Standards und Ausschluss von Interessenkonflikten beinhaltet. Prime Broker und Banken, die Hedgefonds betreuen, sollen ebenfalls beaufsichtigt werden, insbesondere werden Risikomanagementsysteme zur Messung und Beschränkung des Kontrahentenrisikos genannt. Die Leitregeln drei bis sechs beziehen sich auf eine angemessene Berichterstattung an die Aufsichtsbehörden zur Messung systemischer Risiken und empfehlen die Entwicklung von Branchenstandards.
Mit dem Abschlussbericht trägt die IOSCO den Beschlüssen der G-20 Rechnung, die sich auf eine Regulierung von Hedgefonds geeinigt haben. Nach eigenen Angaben wurde eine angemessene Mischung aus direkten und indirekten Regeln angestrebt, die einerseits einer Begrenzung systemischer Risiken und dem Anlegerschutz dient, andererseits die Marktteilnehmer nicht übermäßig belastet.
Die Alternative Investment Management Association (AIMA) hat die Verabschiedung der Prinzipien als richtigen und notwendigen Schritt begrüßt, betont aber die Notwendigkeit, den Fokus auf eine qualitativ hochwertige Aufsicht zu legen und nicht nur quantitative Daten abzufragen,