17.07.2009 | Research

Edhec Studien zu Asset Allocation und Asset-Liability Management

Zwei Research-Arbeiten zu den Themen Asset Allocation und Asset-Liability Management (ALM) sind Anfang 2009 vom Edhec Risk and Asset Management Research Centre veröffentlicht worden. Eine Arbeit untersucht die Auswirkungen von Regulierungs- und Bilanzierungsvorschriften auf das ALM für Pensionsfonds, eine andere beschäftigt sich mit den inflationsabsichernden Auswirkungen von alternativen Anlageklassen auf ALM.

So würden Rohstoffe und Immobilien einen erheblichen inflationsabsichernden Effekt auf Portfolios von Pensionsfonds ausüben, wodurch sich eine Aufnahme in die Asset Allocation rechtfertige. Analysiert werden außerdem die Unterschiede von langfristigen und kurzfristigen Deckungsgraden, auf der Grundlage, dass langfristige, renditestarke Investments kaum mit den Liabilities korrelieren und Pensionsfonds daher in kurz- bis mittelfristige, liquide Anlagen gedrängt werden.


Quelle: Edhec

Die Autoren ermitteln risikoadjustierte, dynamische Strategien, die sowohl hohe, als auch niedrige Deckungsgrade verhindern. Die Integration von Real Assets sei zudem kostengünstiger und renditeträchtiger als TIPS oder Inflations-Swaps.


Quelle: Edhec

Die Auswirkungen von Bilanzierungsregeln und staatlicher Regulierung im Hinblick auf Solvency II werden in der zweiten Studie eingehend beleuchtet. Als Basis werden europäische Pensionsfonds in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Großbritannien herangezogen. Auch hier wird auf die Anwendung von kurzfristigen Vorschriften auf langfristige Investoren eingegangen. So würden langfristige Strategien zwar  kurzfristige Risiken bergen, die es zu managen gilt, kurzfristige Strategien erhöhen im Hinblick auf das ALM allerdings auch das Risiko in langfristigen Analgestrategien, z. B. das Pensionsverpflichtungen auf inflationierte Löhne mit kurzfristigen Anlagestrategien nicht mehr bedient werden können. Auch hier kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass die Regulierung sich stärker an dynamischen und risikoorientierten Grundsätzen orientieren sollte. Insbesondere werden interne Risikomanagementmodelle externen Vorschriften vorgezogen.


Quelle: Edhec

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