Investoren suchen Alternativen zu niedrigen Renditen
Die Yields von Staatsanleihen bewegen sich derzeit auf historischen Niedrigstwerten. Dies berichtet die Bank for International Settlements (BIS) in ihrem aktuellen Quartalsbericht. Das geringe Wirtschaftswachstum in Verbindung mit der Staatsschuldenkrise in Europa hat zu umfangreichen Zentralbankmaßnahmen durch die EZB und die Fed geführt, in Folge derer die Yields von US-Anleihen auf den niedrigsten Stand seit 200 Jahren gefallen sind. Ebenso befinden sich die europäischen Staaten mit Top-Ratings auf den historisch niedrigsten Werten, Kurzläufer zeigen teilweise sogar negative Yields.
Quelle: BIS
In Folge dieser Entwicklung setzte eine hohe Nachfrage nach Corporate Bonds und anderen Credit-Alternativen ein, sodass die Spreads sich deutlich einengten. Unternehmen nutzen die Marktgegebenheiten zur Finanzierung: In diesem Jahr wurde in Europa erstmals mehr Volumen über Anleihen emittiert, als Bankdarlehen vergeben (siehe "Corporate-Bonds übersteigen erstmals Bankdarlehen"). Emerging Market Bonds und Aktien wurden ebenfalls stark nachgefragt. Diese Märkte sind von den eingetrübten Konjunkturaussichten daher kaum getroffen, die Volatilität blieb erstaunlich niedrig, schreibt die BIS.
Quelle: BIS