10.06.2009 | Studie

Investoren setzen weiterhin auf Hedgefonds

Vor Kurzem veröffentlichte die Deutsche Bank die "Alternative Investment Survey 2009", eine umfangreiche Studie, die auf der Befragung von mehr als 1.000 institutionellen Kunden der Deutschen Bank zu ihren Hedgefonds-Engagements beruht. Kernergebnisse der Studie sind, dass Investoren nach wie vor die Diversifikationseigenschaften von Hedgefonds suchen, die Branche sich in einem massivem Entschuldungsprozess befindet und dass die Nachfrage für transparente und liquide Fonds zunimmt.

 

So geben 72% der Befragten Diversifikation als wichtigsten Vorteil von Hedgefonds-Investments an. Ebenfalls 72% haben ihr Leverage-Exposure reduziert und 62% schliessen Leverage für das laufende Jahr aus. Bei der Auswahl der Hedgefonds spielt Performance für mehr als 80% der Teilnehmer die wichtigste Rolle, gefolgt von Risikomanagement (78%). Bei der Auswahl der Fonds spielen Reputation der Anbieter und Fondsgröße eine entscheidende Rolle. 50% der Studienteilnehmer investieren in Fonds mit einem Volumen zwischen 800 Mio. und 4 Mrd. US-Dollar. In die aktuelle Studie wurde erstmalig die Transparenz der Fonds als Qualitätskriterium aufgenommen, die sich mit knapp 70% sogleich als viertwichtigste Determinante bei der Fondsauswahl herausstellte (nach Performance, Assets und Gebühren). Liquidität ist seit der Finanzkrise ebenfalls weiter in den Vordergrund gerückt. Bereits mehr als 50% der befragten Institutionen nutzen liquide Managed Accounts als Zugangsweg zu Hedgefonds.

 

Die Renditeerwartungen für 2009 liegen zwischen 5% und 10%. Die aktuell gefragtesten Strategien sind Global Macro, Distressed und Convertible Arbitrage. Abgebaut werden hingegen Allokationen in Event Driven und Merger Arbitrage.

 

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