03.07.2014 | Studie

Investments in Schwellenländer trotz erwarteter Konvergenz zögerlich

Eine Umfrage unter 704 institutionellen Investoren, die von der Principal Financial Group und CREATE-Research durchgeführt wurde, hat die Erwartungen der Marktteilnehmer zur zukünftigen Entwicklung der Emerging Markets untersucht. Die Mehrheit der Investoren rechnet damit, dass sich Marktstrukturen und Investmentprozesse in den Schwellenländern an die Standards der Industrieländer anpassen werden. Vor allem in den Bereichen Lebensstandard, regulatorischer Rahmen der Finanzmärkte, industrielle Basis, Anlageklassenkorrelationen sowie Markttiefe und Liquidität wird von einer Konvergenz ausgegangen. Beim Thema Investments stehen in den Emerging Markets zwar langfristige Ziele im Mittelpunkt, aber auf Basis kurzfristiger Renditen wird evaluiert, so dass hier Konvergenz eher die Anlagetechniken als die Anlagementalität betrifft.


Quelle: Principal Financial Group

Bezüglich der Investment Story Emerging Markets sind die Anleger zunehmend vorsichtig und verhalten sich abwartend. Als Risikofaktoren werden vor allem geringere Wachstumsraten sowie die Auswirkungen des langsamen Zurückfahrens der Assetkäufe durch die Federal Reserve angesehen. Deutlich positiver dagegen sind die Investoren für die Industrieländer gestimmt. Rund die Hälfte der Befragten schätzt, dass in den nächsten drei Jahren Anlagen in den USA die besten Renditen abwerfen werden. Unter den Emerging Markets dagegen dominiert die Region Sub-Sahara. Durch zunehmende Heterogenität in den Marktentwicklungen wird das Alpha weitgehend durch Stock Picking erwirtschaftet werden.


Quelle: Principal Financial Group

Viele Emerging Economies haben zwar große Währungsreserven akkumuliert, es aber versäumt, Hemmnisse wie restriktive Arbeitsmärkte, undurchsichtige politische Prozesse, protektionistische Handelsbarrieren und Staatsinterventionismus in der Industriepolitik zu reformieren. In Bezug auf zukünftige Anpassungen zeigen die Investoren für die Länder sehr unterschiedliche Erwartungen - bei den meisten asiatischen Ländern, allen voran China, wird mit großem Reformeifer gerechnet, ganz anders dagegen in Russland.

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