Interesse deutscher Investoren an Hedgefonds steigt
Das Interesse deutscher Anleger an Hedgefonds steigt, ist allerdings maßgeblich von Erfahrung und Kenntnisstand abhängig, zeigt eine aktuelle Umfrage von Man Investments und Apano. Für die Studie wurden 400 professionelle Investoren in Deutschland befragt, um mehr über die Akzeptanz von Hedgefonds am deutschen Markt zu erfahren. Demnach hängen Bewertung und Allokation in Hedgefonds sehr von bisherigen Erfahrungen ab. Die Gruppe Family Offices weist mit 53,3 % die meisten Erfahrungswerte aus, während unabhängige Finanzberater und Bankberater wenig Erfahrungen und Kenntnisse über Hedgefonds haben und diese daher auch wenig vertreiben bzw. die Risiken als hoch einstufen.
Alternative Investments Family Offices
Quelle: Man Investments
Family Offices verfolgen allgemein einen Multi-Asset-Ansatz, der Alternative Investments mit einbezieht. Für die nächsten drei Jahre planen 43 % eine Ausweitung ihrer Hedgefondsallokation. Im Segment Wholesale (Dachfonds, Consultants) besitzen 86 % der Studienteilnehmer die Berechtigung, alle Asset Manager und Produkte anzubieten, 21 % sehen in Hedgefonds einen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit. Bei den unabhängigen Beratern und Bankberatern sind es hingegen nur 21 % bzw. 11 % die Hedgefonds berücksichtigen.
Anlageberater Banken
Quelle: Man Investments
Gründe für die Zurückhaltung liegen fehlender Berechtigung und Fachwissen für den Vertrieb der Fonds, sowie in einer verstärkten Risikowahrnehmung. Man Investments sieht in Deutschland noch viel Potential für Hedgefonds-Investments, allerdings müssten Wissen und Erfahrungen sowie passende Produkte verstärkt angeboten werden, um die Akzeptanz von Hedgefonds zu erhöhen.