15.05.2018 | Märkte

Intellectual Property als Real Asset

Barings hat in einer Kurzanalyse die Rolle von geistigem Eigentum als Real Asset beleuchtet. Generell empfehlen die Autoren für Real Assets einen multidimensionalen Ansatz, der sich nicht auf einzelne Asset-Klassen beschränkt, sondern Real Assets ausgehend von den gewünschten Eigenschaften definiert (z.B. Werterhalt in konjunkturellen Schwächephasen). Damit geistiges Eigentum als Real Asset in Betracht gezogen werden kann, achtet Barings auf drei Aspekte: Das operative Risikoprofil muss ähnlich wie bei materiellen Vermögensgegenständen sein, es sollte also nur in geistiges Eigentum investiert werden, das bereits etabliert ist, bspw. erprobte Pharma-Technologien. Auch sollten Eigentümerwechsel keinen negativen Einfluss auf den Wert nehmen. Zweitens werden Sektoren bevorzugt, die ein geringes Beta zum makroökonomischen Umfeld aufweisen. Zuletzt ist es sinnvoll, in geistiges Eigentum zu investieren, das für die ökonomische Infrastruktur essentiell ist.

Damit erfüllt geistiges Eigentum zumindest drei der von fünf Barings identifizierten multidimensionalen Definitionen von Real Assets: intrinsischer Wert, wichtig für ökonomische Infrastruktur und Rendite/Risiko-Profil passend für langfristiges Liability-Matching. Geistiges Eigentum kann hingegen nicht von der Knappheit der Input-Faktoren in den Sektoren Energy, Manufacturing und Agriculture profitieren. Auch fehlen klare Inflations-Hedging-Eigenschaften. Durch die geringe Korrelation zur Inflationsrate bietet geistiges Eigentum in diesem Zusammenhang allerdings bessere Diversifikationseffekte als etwa Anleihen oder Aktien. Insgesamt ist die korrekte Einordnung der ökonomischen Rolle geistigen Eigentums die Grundlage für das Verständnis der Eigenschaften dieser Asset-Klasse und ihrer erfolgreichen Implementierung im Portfolio. Engagements sind einfacher über Private-Market-Strategien umsetzbar als über börsennotierte Investments.


Quelle: Barings


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Geistiges Eigentum oder Intellectual Property steht für Urheberrechte, Schutzrechte, Patente, Markenzeichen, Design etc. In einem Fachbbeitrag im Absolut|report 5|2015 zeigt Laurens Rentsch von Swiss Alpha die Eigenschaften dieser Anlageform auf und beschreibt, wie institutionelle Anleger in das Thema Intellectual Property von Unternehmen investieren und dieses Nischensegment zur Diversifizierung ihres Portfolios nutzen können.

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