Integration von Faktorstrategien in Aktienportfolios
MSCI untersucht in dem Forschungspapier „Bridging the Gap“, wie Faktorstrategien anhand eines Risiko-Budgetierungsansatzes in ein bestehendes Equity-Portfolio implementiert werden können. Für das Risikobudgeting sind einerseits der Zusammenhang der aktiven Aktienstrategien und der Faktorstrategien und andererseits die Verteilung des aktiven Risikos von Bedeutung. Es zeigt sich, dass aktive Value- und Size-Strategien mit hohem Tracking-Error eine positive Korrelation zu Value und Equal Weighted aufweisen, während bei Quality-Growth-Managern nur ein positives Exposure zum Quality-Faktor besteht. Je nach Style Bias der aktiven Portfolios bieten sich entsprechend andere Faktorstrategien an, um Diversifikationsvorteile auszuschöpfen. Auch bei Multi-Faktor-Ansätzen gilt es, zwischen einer integrierten Strategie (Bottom Up) oder der Kombination separater Faktor-Indizes (Top Down) zu unterscheiden.
Quelle: MSCI
Es gibt verschiedene Risikobudgetierung-Ansätze für die Allokation, bspw. Equal Weight, Active Risk Parity oder Target Active Risk. Anhand von drei Beispielen zeigen die Autoren, dass sich Faktorstrategien einbinden lassen, ohne dass dies notwendigerweise zu Lasten des Anteils der aktiven Manager geht. Investoren müssen für Multi-Faktor-Strategien allerdings zwischen Top-Down- und Bottom-Up-Ansätzen unterscheiden, da diese unterschiedliche Auswirkungen auf die Verteilung des aktiven Risikos zwischen aktiven Managern und Faktorstrategien sowie auf den Anteil systematischer Risiken am Gesamtrisiko nehmen. 
Quelle: MSCI
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