Relevanz der UN-Nachhaltigkeitsziele für die Kapitalanlage
Die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN sind ursprünglich aus Perspektive von Staaten und supranationalen Institutionen formuliert worden. Sie stellen aber auch für Asset Owner und Investoren einen wichtigen Handlungsrahmen dar, wie die PRI (Principles for Responsible Investment) in einem Bericht von Ende 2017 erörtert. Die Autoren sehen fünf relevante Anwendungsgebiete. Erstens sind die Sustainable Development Goals (SDGs) ein wesentlicher Bestandteil der Fiduciary Duty, da sie den ESG-Kriterien eine globale Konkretisierung geben. Zweitens repräsentieren globale institutionelle Investoren einen Teil des globalen Finanzmarkts. Als solcher haben sie einen Anreiz makroökonomische Risiken zu reduzieren in dem sie langfristig ausgerichtete und nachhaltig wirtschaftende Unternehmen und Ökonomien fördern. 
Quelle: PRI, United Nations
Drittens bieten die SDGs einen Rahmen für künftige Wachstumssektoren, etwa im Bereich erneuerbarer Energien oder nachhaltigem Konsum. Viertens können die SDGs auf mikroökonomischer Ebene als Rahmenwerk im Risikomanagement dienen, indem sie externe Kosten und finanzielle Materialität verdeutlichen. Fünftens lassen sich die SDGs als Leitlinie in die Asset-Allokation übertragen. Mit Investments in Unternehmen, die ein bestimmtes SDG-Ziel verfolgen, etwa börsennotierte Clean-Energy-Unternehmen, Low Carbon Infrastructure, Private Equity und Venture Capital oder Green Real Estate. Über ein Mapping der SDG-Themen auf Asset-Klassen und Sektoren lassen sich Verbindungen zwischen Risiken und Opportunitäten herstellen.
Quelle: PRI, United Nations
Mit der Konkretisierung der SDGs befasst sich auch ein Arbeitspapier des UN Global Compact und der Global Reporting Initiative (GRI). Darin werden die 17 SDGs und ihre 169 Zielindikatoren detailliert dargestellt und mögliche Anknüpfungspunkte für Disclosure und Management benannt.
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