17.03.2005 | 

Institutionelle rechnen mit Umschichtung in Hedge-Fonds

Weltweit erwartet ein Drittel der institutionellen Anleger innerhalb

der kommenden drei Jahre eine Umschichtung der Investitionen zugunsten

von Hedge-Fonds. Zu diesem Ergebnis kommt das amerikanische

Beratungsunternehmen "Greenwich Associates" in seiner jetzt

veröffentlichten Studie "Hedge Funds: The End of the Beginning?". Als

Grund für diesen Trend werden darin die rückläufigen Renditen bei den

Anleihen genannt.

Greenwich hat im vergangenen Jahr 4000 institutionelle Investoren über

ihr Anlageverhalten befragt. Hinzu kommen Interviews mit 235

amerikanischen Stiftungen. Diese hatten bereits in den vergangenen

Jahren stark in Hedge-Fonds investiert. Zahlreiche institutionelle

Anleger äußerten Vorbehalte gegenüber Hedge-Fonds. 26 Prozent der

befragten US-Stiftungen gehen von einer geringen Glaubwürdigkeit der

Hedge-Fonds-Manager aus, 27 Prozent halten die Transparenz vieler

Hedge-Fonds für mangelhaft und 22 Prozent schätzen die Risiken dieser

Asset-Klasse als zu hoch ein.

Greenwich kommt zu dem Ergebnis, dass die grundsätzliche Hemmschwelle

für ein Investment in Hedge-Fonds sinken werde. Das Verständnis für

diese Anlageklasse werde weiter zunehmen.

Bei der Auswahl von Hedge-Fonds halten 40 Prozent der Stiftungen vor

allem eine eindeutige Investmentphilosophie für entscheidend. 35

Prozent von ihnen nannten das Kriterium Erfahrung und Wissen der

Fondsmanager als besonders wichtig. 25 Prozent der Stiftungen achten

vor allem auf nachvollziehbare Entscheidungsprozesse. Auf angemessene

Gebühren achten dagegen nur 10 Prozent der Befragten. Auch die

Liquidität des Investments (6 Prozent) und die Möglichkeit eines

flexiblen Ein- und Ausstiegs (2 Prozent) haben nur eine geringe

Bedeutung.

 

 

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