Institutionelle rechnen mit Umschichtung in Hedge-Fonds
Weltweit erwartet ein Drittel der institutionellen Anleger innerhalb
der kommenden drei Jahre eine Umschichtung der Investitionen zugunsten
von Hedge-Fonds. Zu diesem Ergebnis kommt das amerikanische
Beratungsunternehmen "Greenwich Associates" in seiner jetzt
veröffentlichten Studie "Hedge Funds: The End of the Beginning?". Als
Grund für diesen Trend werden darin die rückläufigen Renditen bei den
Anleihen genannt.
Greenwich hat im vergangenen Jahr 4000 institutionelle Investoren über
ihr Anlageverhalten befragt. Hinzu kommen Interviews mit 235
amerikanischen Stiftungen. Diese hatten bereits in den vergangenen
Jahren stark in Hedge-Fonds investiert. Zahlreiche institutionelle
Anleger äußerten Vorbehalte gegenüber Hedge-Fonds. 26 Prozent der
befragten US-Stiftungen gehen von einer geringen Glaubwürdigkeit der
Hedge-Fonds-Manager aus, 27 Prozent halten die Transparenz vieler
Hedge-Fonds für mangelhaft und 22 Prozent schätzen die Risiken dieser
Asset-Klasse als zu hoch ein.
Greenwich kommt zu dem Ergebnis, dass die grundsätzliche Hemmschwelle
für ein Investment in Hedge-Fonds sinken werde. Das Verständnis für
diese Anlageklasse werde weiter zunehmen.
Bei der Auswahl von Hedge-Fonds halten 40 Prozent der Stiftungen vor
allem eine eindeutige Investmentphilosophie für entscheidend. 35
Prozent von ihnen nannten das Kriterium Erfahrung und Wissen der
Fondsmanager als besonders wichtig. 25 Prozent der Stiftungen achten
vor allem auf nachvollziehbare Entscheidungsprozesse. Auf angemessene
Gebühren achten dagegen nur 10 Prozent der Befragten. Auch die
Liquidität des Investments (6 Prozent) und die Möglichkeit eines
flexiblen Ein- und Ausstiegs (2 Prozent) haben nur eine geringe
Bedeutung.
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