28.03.2016 | Studie

Institutionelle Investoren zufrieden mit ETFs

Das EDHEC-Risk Institute hat 219 Entscheidungsträger aus dem Investmentbereich zur Entwicklung der europäischen ETF-Branche befragt. Ein Ergebnis des EDHEC European ETF Surveys 2015 zeigt beispielsweise, dass insbesondere im Fixed-Income-Segment ETFs im Vergleich zum Vorjahr vermehrt eingesetzt werden, während der Einsatz im Aktiensektor auf hohem Niveau stagnierte. Bei nachhaltigen Investments machen ETFs mittlerweile 49 % der investierten Assets aus. Bei ETFs auf liquide Asset-Klassen stagniert die Zufriedenheit der Investoren auf hohem Niveau. Aktien-ETFs werden von 98 % der Befragten positiv beurteilt. Bei alternativen Asset-Klassen wie Rohstoffen, Immobilien und Infrastruktur ist die Zufriedenheitsrate dagegen weniger stabil oder generell niedriger.


Quelle: EDHEC-Risk Institute

Im Vergleich zu anderen Index-Produkten können ETFs angesichts guter Tracking-Eigenschaften ihre Stärken ausspielen. Rund 60 % der Investoren planen eine Ausweitung ihrer ETF-Positionen, lediglich 5 % gehen von einer Reduzierung aus, wofür im Wesentlichen Kostenaspekte maßgeblich sind. Die passiven Produkte werden als Ersatz für aktives Management angesehen. Auffällig ist das weiter zunehmende Interesse für Smart-Beta-Produkte. Mit 37 % nutzt bereits mehr als ein Drittel der Befragten Smart-Beta-ETFs, ein Anstieg von 12 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Ein weiteres Drittel nutzt sie zwar bislang noch nicht, plant aber in naher Zukunft ein Engagement. Die alternativ gewichteten Strategien stellen gleichzeitig das interessanteste Entwicklungsfeld im ETF-Bereich dar, sagen die Investoren. Gründe hierfür sind die vermutete Outperformance kapitalisierungsgewichteter Strategien (75 %) sowie die Vermeidung von Konzentrationsrisiken (81 %). Wichtig ist dabei allerdings die vollständige Transparenz der unterliegenden Indexkonzepte.


Quelle: EDHEC-Risk Institute

Derzeit besteht jedoch in vielen Bereichen noch eine Lücke zwischen der Verfügbarkeit von Informationen, die Investoren wünschen - insbesondere die genaue Indexkonstruktions-Methodologie -, und der Bereitstellung dieser Daten von den Anbietern.

Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds und ETFs jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 12.000 institutionelle Publikumsfonds, aufgeteilt in 25 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 100 Universen.

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