29.03.2016 | Research

Fidelity: Lockere Geldpolitik erfordert aktives Portfoliomanagement

In Zeiten expansiver Geldpolitik kann das Portfoliorisiko durch aktives Management verringert werden, zeigt ein im Februar 2016 veröffentlichtes Researchpaper von Fidelity. Eine Lockerung der Geldpolitik führt demzufolge zu einer Annäherung der Zinsen an die Inflationsrate. Investoren, die eine reale Zielrendite anstreben, müssen in diesem Umfeld das Risiko erhöhen und die Allokation in das Marktportfolio anheben. In diesem Fall kann das Alpha von aktiv gemanagten Portfolios die erhöhten Marktrisikoprämien ersetzen. Ein aktiv gemanagtes Portfolio könnte demnach eine Möglichkeit zur Erreichung einer inflationsbereinigten Zielrendite bei verringertem Marktrisiko sein.


Quelle: Fidelity International

Bereits bei einer geringen Outperformance des Managers kann der Anteil des Marktportfolios reduziert werden, zeigt der im Forschungspapier verwendete Modellrahmen. Als Faustregel gibt der Autor an, dass eine Reduzierung von 12,5 % pro 0,5 % Outperformance möglich ist. Die Beseitigung ungewollter Risiken durch aktiv gemanagte Portfolios ist vor dem Hintergrund einer ursprünglichen Portfolioallokation, die langfristig erhöhte Marktrisiken nicht berücksichtigt, eine bedeutende Maßnahme der Risikobegrenzung.


Quelle: Fidelity International

Absolut Research unterstützt institutionelle Investoren bei der Selektion von Asset Managern jeden Monat mit der Publikation Absolut|ranking. Insgesamt analysieren die Absolut|rankings mehr als 12.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 25 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 100 Universen.

Abonnenten von Absolut Research können weiterführende Informationen hier herunterladen:
Mehr zum Thema "Geldpolitik"
zurück