Institutionelle Investoren treiben Entwicklung der Hedgefonds-Branche
Institutionelle Anleger, die aktuell bereits zwei Drittel der in Hedgefonds investierten Mittel bereitstellen, werden in den kommenden Jahren weiterhin Wachstumstreiber der Branche sein, zeigt eine Studie von KPMG. Für die Untersuchung wurden mehr als 100 Hedgefonds-Manager mit kumuliert 440 Mrd. US-Dollar Assets under Management befragt. Demnach werden vor allem Pensionsfonds zukünftig als die wichtigste Investorengruppe gesehen. Gleichzeitig wird mehrheitlich mit einer Diversifizierung der Investorenbasis gerechnet. Damit einher geht die Ausweitung des Produktspektrums, etwa um Liquid Alternatives, um zusätzliche Anleger anzulocken sowie die Individualisierung der Gebührenstruktur. Unabhängig von der Größe der Hedgefonds wird im Mittel von sinkenden oder gleichbleibenden Gebühren ausgegangen.
Quelle: KPMG
Derzeit stammt, mit 43 % des in Hedgefonds investierten Kapitals, der Großteil aus Nordamerika, gefolgt von Europa und Großbritannien. Die höchsten Zuwächse sind jedoch bei Investoren aus den Regionen Asien, Mittlerer Osten und Afrika zu verzeichnen. Diese Entwicklung spiegelt sich auch darin wider, dass Offshore-Gebiete die beliebteste Region für die Lancierung neuer Fonds darstellen. An der Spitze stehen mit 63 % die Cayman Islands. Ähnlich stellt sich die Situation bei den Investmentregionen dar. So rechnen 43 % mit einer Veränderung ihrer Investmentregionen, wobei mehrheitlich eine Ausweitung in den Emerging und Frontier Markets angenommen wird.
Quelle: KPMG
Schon jetzt verwaltet rund die Hälfte der befragten Manager ein, auf die Bedürfnisse bestimmter Investoren maßgeschneidertes, Produkt, weitere 21 % planen die Lancierung eines entsprechenden Fonds in den kommenden fünf Jahren. Bei neuen Produkten sind UCITS-Lösungen mit 38 % die zweitbeliebteste Produktgattung. Als größtes Hindernis für das weitere Wachstum der Hedgefondsbranche wird von 77 % die zunehmende Regulierung angesehen.