Institutionelle Investoren setzen hohe Erwartungen an Alternative Investments
Institutionelle Investoren bewerten Alternatives deutlich attraktiver als die Asset-Klassen Aktien und Anleihen, berichtet die Anfang Dezember erschienene "Institutional Investor Survey, Fall 2010" von BofA Merrill Lynch. 54 % der Befragten schätzten Alternatives als "Bullish" ein. Bei Aktien und Anleihen waren nur 29 % bzw. 5 % dieser Ansicht. Dementsprechend planen 63 % der Investoren eine Erhöhung der Allokation in Alternatives innerhalb der nächsten zwei Jahre. Für die Studie wurden weltweit 107 institutionelle Investoren mit geschätzten 2,1 Billionen verwaltetem Vermögen befragt, mit dem Ziel, die Meinungen der größten Asset Manager zu aktuellen Entwicklungen im Asset Management zu erfassen.
Quelle: BofA Merrill Lynch
Die seit der Finanzkrise in Praxis und Wissenschaft wieder intensiv diskutierte Absicherung von Extremrisiken (Tail Risk Hedging) ist hingegen nicht so verbreitet, wie man vermuten könnte. Nur 17 % führen eine solche Absicherung durch, 33 % analysieren solche Prozesse. Vielen Investoren sind derartige Absicherungen zu teuer oder sie möchten sich das vollständige Aufwärtspotential ihrer Portfolios erhalten. Häufiger genutzt werden hingegen Overlays zum Management von Währungsrisiken.
Quelle: BofA Merrill Lynch
Bei den Hedgefonds-Investments geht der Trend der Investoren verstärkt weg von Dach- und hin zu Einzelfonds. Absolute Renditen und Diversifikation sind mit 43 % und 32 % nach wie vor die für Investoren wichtigsten Eigenschaften von Hedgefonds. Am meisten nachgefragt werden derzeit Long/Short und Event Driven Equity, sowie Managed Futures und Global Macro.
Quelle: BofA Merrill Lynch