Institutionelle Investoren setzen auf Spezialfonds
Nur noch rund ein Drittel ihres Anlagevermögens halten institutionelle Investoren in Deutschland in Form von Spezialfonds, zeigt die jährliche Marktstudie von Telos, die Anfang Juli erschienen ist. Letztes Jahr lag der Anteil noch bei 44 %. Gestiegen sind hingegen direkte Allokationen, die nun rund zwei Drittel des Gesamtvermögens ausmachen. Publikumsfonds spielen mit einem Anteil von 2 % eine untergeordnete Rolle. Versorgungswerke, Unternehmen und nach SGB IV anlegende Sozialversicherungsträger weisen mit 60 % bis 70 % die höchsten Allokationen in Spezialfonds auf. Versicherungen dagegen investieren rund drei Viertel ihres Vermögens direkt. Banken zeigen ein heterogenes Allokationsprofil, der Spezialfondsanteil schwankt zwischen 20 % und 70 %.
Quelle: Telos
Der Studie zufolge nutzen die meisten Investoren Spezialfonds zur Investition in Rentenpapiere. Der Anteil der Anleihemandate stieg seit 2010 von 22 % auf 36 %. Die Zuflüsse sind dabei hauptsächlich auf Allokationen in Unternehmensanleihen zurückzuführen. Der Trend weg von Staatsanleihen und hin zu Unternehmensanleihen und Covered Bonds ist auch im Spezialfondsmarkt deutlich zu erkennen, stellt die Studie fest. Steigend ist ebenfalls der Anteil reiner Immobilienfonds, rund 17 % der Spezialfondsmandate legen ausschließlich in Immobilien an. Nur etwa jedes fünfte Spezialmandat legt in Aktien an, 2009 betrug der Anteil noch 32 %.
Quelle: Telos
Jeder zweite Anleger beabsichtigt die Neuauflage eines Spezialfonds in den kommenden zwölf Monaten. Dabei stehen Aktien nach der jüngsten Kursrallye auf Platz eins der bevorzugten Asset-Klassen, gefolgt von Unternehmensanleihen, Immobilien und Infrastruktur. An der Studie haben in Februar und März dieses Jahres 76 institutionelle Investoren teilgenommen, davon 24 Versicherungen, 12 Versorgungswerke und Pensionskassen, sowie je 16 Unternehmen und Banken.