30.10.2014 | Studie

Institutionelle Investoren nehmen höhere Risiken in Kauf

Institutionelle Anleger sind zunehmend bereit, zur Erreichung ihrer Renditeziele höhere Risiken einzugehen, zeigt eine Studie von Union Investment. 109 deutsche Großanleger wurden befragt, die vielfach damit rechnen, dass ihre jeweilige Branche die Anlageziele im kommenden Jahr nicht erreichen wird. Besonders pessimistisch sind Manager von Banken und Sparkassen, wo erwartet wird, dass 49 Prozent ihre Ziele verfehlen. Auch auf mittlere Sicht, bis zum Jahr 2018, ändert sich das negative Zukunftsbild nicht.


Quelle: Union Investment

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich dementsprechend der Anteil der Investoren, für die die Rendite die wichtigste Komponente bei Anlageentscheidungen darstellt, auf 19 Prozent erhöht und damit mehr als verdoppelt. Sicherheitsaspekte verloren an Bedeutung und erreichen 64 Prozent, ein Rückgang um 15 Prozentpunkte.

Bei den Eigeneinschätzungen zur Risikotoleranz der Häuser ergibt sich dagegen ein gemischtes Bild. Zwar ist der Anteil der sicherheitsorientierten Anleger leicht zurückgegangen, doch auch bei den stark chancenorientierten kam es zu Rückgängen. Rechtliche Risiken werden von den Investoren als größte Gefahr wahrgenommen, gefolgt von Reputations- und Sicherheitsrisiken. Auf der anderen Seite wird demographischen und Umweltrisiken nur eine geringe Bedeutung beigemessen.


Quelle: Union Investment

Bei der Auswahl der Asset Manager wird unverändert ein großes Gewicht auf deren Risikomanagement gelegt, die Vermeidung von Verlusten ist für 80 Prozent der Befragten von höchster Relevanz.

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