Globale Immobilienpreise steigen auf Fünf-Jahres-Hoch
IPD hat in einer Marktanalyse von Oktober den globalen Immobiliensektor im ersten Halbjahr 2014 untersucht. In den drei Märkten Großbritannien, Irland und den USA,, für die Quartalsdaten vorliegen, setzte sich die starke Performance der letzten Jahre mit annualisierten Wachstumsraten im zweistelligen Bereich fort. Auf globaler Ebene lag die durchschnittliche Rendite über die vergangenen vier Jahre bei 8,4 Prozent. Trotz dieser erfreulichen Entwicklung verzeichneten einige der kontinentaleuropäischen Länder insbesondere zum Ende des Jahres 2013 hin Wertminderungen, wovon vor allem Spanien, Portugal und die Niederlande betroffen waren. Deutschlands Immobilienmärkte performten ebenfalls unterdurchschnittlich, wenn auch besser als die genannten Schlusslichter. Asien entwickelte sich stabiler als Europa, wobei die vormals haussierenden Märkte China und Hong Kong auf globale Durchschnittswerte von 8 bzw. 7,3 Prozent zurückfielen, was in Preissteigerungen, geringen Erträgen und Befürchtungen eines Überangebotes begründet lag.
Quelle: MSCI
Die aggressive Bewertung, die den höchsten Stand seit fünf Jahren erreicht hat, zunehmend unter Risikogesichtspunkten eine zunehmende Gefahr für den Real-Estate-Sektor dar, gerade bei einem Szenario steigender Anleiherenditen. Zudem sollte berücksichtigt werden, dass der verwendete Pricing-Indikator einen globalen Durchschnittswert darstellt und damit noch höhere Bewertungen in einzelnen Teilmärkten, darunter Kanada und die USA, verdeckt.
Quelle: MSCI
Hinsichtlich des Leverages der Fonds bestehen regionale Unterschiede. Durch die Nutzung von Fremdkapital konnten sowohl nordamerikanische als auch kontinentaleuropäische Immobilienfonds höhere Erträge erwirtschaften.