15.05.2014 | Studie

Institutionelle Investoren diversifizieren mit Senior Loans

Institutionelle Investoren richten immer häufiger ihr Augenmerk auf Senior Loans als Renditequelle, wie eine Umfrage von ING Investment Management von Ende April zeigt. Rund 30 % der Befragten gab an, die Diversifikation ihres Anleihenportfolios als größten Vorteil eines Investments in diese Asset-Klasse zu sehen. Weitere 20 % schätzten das attraktive Rendite-Risiko-Profil als größten Nutzen von Senior Loans. Beim Ausblick auf die kommenden zwölf Monate belegen Senior Loans hinter Unternehmens- und Staatsanleihen den dritten Platz in der Gunst der Umfrageteilnehmer und liegen damit vor Immobilien, Rohstoffen, Aktien und Schwellenländeranlagen.


Quelle: ING Investment Management

Auch wenn ein Teil der Befragten keine Investitionen in Senior Loans plant, sieht die Mehrheit eine steigende Bedeutung der Asset-Klasse in den kommenden Monaten. 42 % rechnen damit, dass die institutionelle Nachfrage steigen wird, nur 2 % rechnen mit einer sinkenden Nachfrage. Die größte Hürde für ein Investment sieht jeder vierte Befragte in einem nicht ausreichenden Verständnis für die Asset-Klasse. Weitere 16 % nennen mangelnde Liquidität. Regulatorische Hürden sind für 10 % ein Hindernis.

Bei Senior Loans handelt es sich um vorrangige Bankkredite an Non-Investment-Grade-Unternehmen. Sie werden direkt zwischen Banken und institutionellen Investoren an einem privaten Sekundärmarkt gehandelt. Die Darlehen sind "Senior", weil es sich bei ihnen um die hochrangigsten Schuldtitel innerhalb der Kapitalstruktur eines Unternehmens handelt.

Unter den 84 befragten Investoren waren sechs aus Deutschland, 31 stammten aus Großbritannien und 13 aus den Niederlanden. 20 % der Befragten waren zum Zeitpunkt der Umfrage in Senior Loans investiert.

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