05.06.2018 | Studie

Institutionelle Investoren bauen ETF-Anlagen aus

Durchschnittlich sind europäische institutionelle Investoren mit 10,3 % ihrer Assets in ETFs investiert, ein Plus von 2,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr, zeigt eine Studie des Beratungsunternehmens Greenwich vom zweiten Quartal 2018. Besonders hoch ist diese Quote in der Schweiz, wo die ETF-Investments 27 % des Portfolios ausmachen. Ein Großteil des Wachstums lässt sich auf den Markteintritt neuer Investoren zurückführen, vor allem im Fixed-Income-Bereich. Hierzu zählen auch Multi-Asset-Fonds, die ETFs zur Steuerung ihrer Allokation verwenden. Der Anteil der Anleger, die ETFs nutzen, stieg auf Jahressicht auf 45 % (+7 PP). Auch für die Zukunft planen die Befragten, ihre ETF-Investments auszubauen. Befragt wurden 125 Investoren, darunter insbesondere Pensionsfonds, Asset Manager und Versicherungen.


Quelle: Greenwich

ETFs werden in verschiedenen Zusammenhängen als Beta-Quelle eingesetzt, sowohl taktisch als auch langfristig strategisch oder zu Zwecken des Risikomanagements. Damit haben die passiven Instrumente vermehrt entsprechende Derivate-Lösungen und underperformende aktive Manager ersetzt. Obwohl die stärkste Nutzung von ETFs nach wie vor im Aktienbereich zu beobachten ist, hat die Verwendung im Bond-Segment und anderen Asset-Klassen stark zugenommen. Dies gilt auch für Strategien, die nicht nach Marktkapitalisierung gewichtet werden. Der Anteil der Investoren, die Smart-Beta-ETFs nutzen, stieg binnen eines Jahres um 5 PP auf 31 %. Mehrheitlich dienen die Produkte dazu, Exposures in einzelnen Faktoren aufzubauen. Auch Produkte, die ESG-Faktoren einbeziehen, werden vermehrt nachgefragt.


Quelle: Greenwich

Spiegelbildlich zu den ansteigenden Investments haben die Bedenken der Investoren hinsichtlich der Qualität und Liquidität von ETFs in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen. Größtes Hindernis für die Anleger, die bisher nicht in ETFs investieren, sind interne Richtlinien, die ihnen entsprechende Engagements verbieten.


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