04.12.2013 | Research

Institutionelle Indexfonds häufig günstiger als ETFs

Eine aktuelle Studie von Morningstar vergleicht die Kostenstrukturen von Indexfonds und Exchange Traded Funds (ETFs). Demnach liegt die Gesamtkostenquote von ETFs im globalen Mittel bei 0,39 % pro Jahr. Indexfonds berechnen weitaus höhere Gebühren, rund 0,73 % für die Retail-Klasse. Für institutionelle Anteilsklassen liegen die mittleren laufenden Kosten dagegen bei nur 0,32 % p.a. Nachteil von Indexfonds ist jedoch die verglichen mit ETFs deutlich geringere Produktvielfalt. So gibt es beispielsweise eine Reihe von ETFs, die ein Exposure zu Einzelrohstoffen liefern, während kaum entsprechende Indexfonds am Markt sind. Auch im Aktienbereich bestehen Unterschiede. Im europäischen Small und Mid Cap Segment ist das Angebot mit nur vier Indexfonds sehr begrenzt, während Morningstar 34 ETFs der Kategorie zuordnet.


Quelle: Morningstar

Im Mittel liegen die Kosten für die vier institutionellen Indexfonds bei 0,15 % p.a., während die analysierten ETFs 0,44 % Gebühren erheben. Wenn für das gewünschte Exposure ein Indexfonds angeboten wird, ist die institutionelle Anteilsklasse oft günstiger als vergleichbare ETFs, schlussfolgert die Studie für den Aktienmarkt. Bezogen auf Anleihen stellen sich die Verhältnisse entgegen gesetzt dar. Hier sind im Mittel ETFs preiswerter als Indexfonds, sowohl bezogen auf die Retail- als auch die institutionelle Klasse.


Quelle: Morningstar

Fixed Income ETFs bieten mit 228 Produkten die größere Auswahl und berechnen im Schnitt 23 Basispunkte pro Jahr an Gebühren. Nur 85 Indexfonds mit 172 institutionellen Anteilsklassen identifiziert Morningstar, im globalen Mittel liegen die Kosten für Investoren dabei 5 Basispunkte höher als für ETFs.

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