10.05.2018 | Studie

Institutionelle Anleger setzen auf aktives Management

Natixis hat in einer Studie 200 institutionelle Fondsinvestoren zu ihren aktuellen Risikoeinschätzungen und Portfoliostrategien befragt. Im Mittel planen die Befragten mit einem Rendite-Ziel von 8,4 % - trotz der Risiken, die im Markt gesehen werden. Als größte Gefahren werden geopolitische Risiken und der Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik angegeben. Sowohl steigende Zinsen als auch höhere Volatilität müssen allerdings nicht in jedem Falle negativ sein, zeigen die heterogenen Einschätzungen: Zwar gehen Zinssteigerungen mit Kursverlusten bei Anleihen einher, doch führt dies gleichzeitig zu  mittelfristig höheren Performances im Fixed-Income-Portfolio. Weiterhin eröffnet höhere Volatilität mehr Alpha-Opportunitäten.

Die Fondsanleger reagieren auf die Risiken mit relativ moderaten Änderungen ihrer Portfolioallokationen. Im Fixed-Income-Bereich planen 42 % der Befragten eine Reduzierung der Duration. Bei Aktien stellt die regionale Diversifikation die wichtigste Komponente dar. Insbesondere europäische Aktien sind im Gegensatz zu US-Aktien beliebt. Auch Aktieninvestments in den Emerging Markets sollen mehrheitlich ausgebaut werden. 70 % der Befragten sehen es als essentiell an, in Alternatives zu investieren, um Risiken zu diversifizieren – umso mehr, als Anleihen ihre klassische Rolle im Risikomanagement verloren haben, wie 62 % überzeugt sind. Über die Hälfte der Investoren setzt auf Immobilien zur Ertragsgenerierung, während 35 % hierfür Private Debt als effektives Mittel ansehen.


Quelle: Natixis

Auch wenn 95 % der Fondseinkäufer die günstigeren Gebühren passiver Investments anerkennen, besteht mehrheitlich eine Präferenz für aktives Management, um Abwärtsrisiken zu vermeiden und von kurzfristigen Marktbewegungen besser zu profitieren. Dies gilt insbesondere für alternative, unkorrelierte Investments. Obwohl die Berücksichtigung von ESG-Aspekten von Investoren weltweit verstärkt nachgefragt wird, sagen 43 % der Befragten, dass diese keine Beachtung in ihrem Unternehmen finden. Mangel an Transparenz, Zielkonflikte zwischen kurzfristiger Performance und langfristigen Nachhaltigkeitszielen sowie das Risiko von Green Washing stellen Hürden dar.


Quelle: Natixis


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