27.03.2006 | 

Institutionelle bevorzugen geringes Risiko anstatt hoher Rendite

Die weltweite Hedgefonds-Industrie hat sich stark verändert. Stand früher vor allem eine starke Performance im Vordergrund, so legen die Investoren mittlerweile vor allem Wert auf eine niedrige Volatilität. Das sagte Jerome L. Raffaldini von UBS Global Asset Management auf der Superhedge 2006 in Frankfurt.

?Hedgefonds erzielen zwar weniger Rendite, dafür ist aber das Risiko deutlich zurückgegangen?, sagte Raffaldini. Grund sei vor allem die steigende Nachfrage von Seiten der Institutionellen, die Investments mit niedriger Volatilität bevorzugen. 

Für Pensionsfonds, Stiftungen und Unternehmen sei Risk Management die wichtigste Forderung an Hedgefonds-Anbieter. Transparenz sei dagegen nicht so wichtig, sagte Raffaldini. Der UBS-Experte erwartet, dass die Nachfrage nach Hedgefonds ?dramatisch? ansteigen wird, wenn die Aktienmärkte wieder Verluste verbuchen werden.

Verändert haben sich im Laufe der Jahre auch die Strategien der Manager. Investierten 1990 noch 71 Prozent der Hedgefonds in Global Macro, waren es 15 Jahre später nur noch elf Prozent. Stark gestiegen ist dagegen die Bedeutung und das Volumen von Long/short Equity. 1990 betrug der Anteil der Hedgefonds mit dieser Strategie noch knapp 7 Prozent, 2005 waren es rund 43 Prozent. Deutlich zugenommen hat außerdem die Strategie Event Driven.

 

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