14.12.2017 | Studie

Institutionelle Anleger setzen vermehrt ETFs ein

Institutionelle Investments in ETFs steigen durch die Aufstockung bestehender Engagements und den Eintritt neuer Anleger in den Markt weiter an, zeigt eine Studie des Beratungsunternehmens Greenwich Associates vom dritten Quartal 2017. Wesentlicher Treiber ist die vermehrte Nutzung der Produkte für aktive Portfoliostrategien, was dazu führt, dass die strenge Trennung von aktiven und Index-Investments so nicht mehr zu halten ist. In den USA ist die Nutzung von ETFs in allen Anlageklassen am weitesten verbreitet. Am beliebtesten sind die Produkte im Bereich Equity, gefolgt von Fixed Income. Für Rohstoffanlagen setzen bisher erst ein Viertel der Anleger auf ETFs. Insgesamt machen ETFs im Mittel 15 % der Assets under Management aus. Befragt wurden 421 institutionelle Investoren aus 21 Staaten weltweit.


Quelle: Greenwich Associates

Auch in Zukunft dürften die Allokationen in ETFs weiter steigen: 25 % der Befragten, die bislang noch keine ETFs nutzen, gehen davon aus, dass sich dies in den kommenden 12 Monaten ändert. Unter den bestehenden Aktien ETF-Investoren planen 44 % eine Ausweitung ihrer Anlagen, im Bond-Bereich sind es 37 %. Ein Grund hierfür ist auch das Niedrigzinsumfeld, wodurch bspw. die Verpflichtungen von Pensionseinrichtungen gestiegen sind, so dass höhere Kostensensitivität am Markt besteht. Hinzu kommt, dass es vor allem in den entwickelten Märkten immer weniger aktiven Managern gelingt, eine Outperformance gegenüber der Benchmark zu erzielen. Auf der Portfolioebene werden daher vermehrt aktive, alphazentrierte Strategien in weniger effizienten Marktsegmenten mit günstigen Indexkonzepten kombiniert.


Quelle: Greenwich Associates

Neben dem Aufbau taktischer und strategischer Exposures werden ETFs zur Liquiditätssteuerung und im Risikomanagement verwendet. Gerade im Fixed-Income-Bereich spielen Liquiditätsaspekte eine wesentliche Rolle, sagen drei Viertel der Befragten.


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