04.09.2014 | Märkte

Infrastrukturinvestments wieder über Vorkrisenniveau

Eine gemeinsame Untersuchung von Oxford Economics und PricewaterhouseCoopers zeigt, dass das jährliche Volumen von Infrastrukturinvestments im vergangenen Jahr rund 4,2 Billionen Euro ausmachte, eine deutliche Erholung gegenüber dem Krisenniveau von 3,2 Billionen. Zurückzuführen ist diese Entwicklung vor allem auf die Emerging Markets, insbesondere im Raum Asien/Pazifik. Bis zum Jahr 2025 wird mit einem weiteren Anstieg der jährlichen Investitionen auf 9 Billionen Euro gerechnet. Nach dieser Schätzung würden im Zeitraum 2014-2025 insgesamt 78 Billionen Euro in die Infrastruktur investiert werden. Vor allem in Westeuropa schränkt die hohe Verschuldung vieler Staaten die Spielräume für Neuinvestitionen jedoch erheblich ein, so dass zunehmend private Investoren, darunter Infrastruktur- und Pensionsfonds, in die Finanzierungen eingebunden werden.


Quelle: pwc

Mit knapp der Hälfte der weltweiten Infrastrukturinvestments entfällt der größte Teil auf Projekte in den Entwicklungsländern. Der Infrastrukturmarkt in Europa dagegen, der nach wie vor nicht das Vorkrisenniveau erreicht hat, macht nur einen Anteil von 12 % der Investments aus, was bis 2025 weiter absinken wird. Insgesamt wird der Anteil der entwickelten Länder bis 2025 von derzeit knapp der Hälfte auf ein Drittel zurückgehen.


Quelle: pwc

Entscheidend für die Art der zukünftigen Infrastrukturprojekte wird die demographische Entwicklung sein. In den Industrieländern mit ihrer alternden Bevölkerung werden Investitionen im Wesentlichen in den Gesundheitsbereich fließen, in weiten Teilen der Emerging Markets dagegen eher in Schulen. Zunehmende Urbanisierung wird dort zudem große Investments in die Versorgungsinfrastruktur erforderlich machen, darunter Wasser, Energie und Transport.

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