Infrastrukturinvestments als Diversifikationsfaktor im Portfolio
JPMorgan hat in einer kurzen Marktanalyse die wesentlichen Charakteristika, Chancen und Risiken von Infrastrukturinvestments untersucht. Aufgrund der oftmals eher monopolistischen Marktstruktur im Infrastruktursektor ist die Nachfrage relativ inelastisch. Dies führt zu stabilen und planbaren Cash Flows und einer gewissen Unabhängigkeit von konjunkturellen Schwankungen. Dabei sollten Investoren allerdings berücksichtigen, dass dies nicht für alle Subsegmente der Infrastrukturinvestments gilt, sondern es auch hier Unterschiede zwischen konservativen und eher zyklischen Anlagen gibt. 
Quelle: JPMorgan
Angesichts von Budgetrestriktionen setzen die Regierungen der Industrieländer vermehrt auf privates Kapital für die Bereitstellung gesellschaftlicher relevanter Infrastruktur. Zwar gestehen die Regulatoren den privaten Investoren keine Monopolpreise zu, auch wenn es sich bei den Infrastrukturassets wegen der hohen Fixkosten um natürliche Monopole handelt, doch sind die Gewinnmargen relativ hoch. Hinzu kommt, dass die Erträge aus Infrastrukturassets – unabhängig davon, ob von Regulatoren vorgegeben, aus Konzessionsverträgen oder langfristigen Verträgen – in der Regel an die Inflation gekoppelt sind. Damit bieten Investments in Infrastruktur eine gewisse Absicherung gegen steigende Inflationsraten. Durch die Kombination aus diesem Inflationsschutz, stabilen Erträgen und der Konjunkturunabhängigkeit ist Infrastruktur relativ unkorreliert zu anderen Asset-Klassen, was Diversifikationsvorteile eröffnet.
Quelle: JPMorgan
Die Heterogenität innerhalb des Infrastruktursektors macht Investments komplex. Jeder Subsektor wird von anderen relevanten Risikofaktoren und Renditetreibern dominiert, auch die Entwicklungsstufe der Projekte ist ein wichtiger Aspekt. Auf der anderen Seite eröffnet dies auch innerhalb eines Infrastrukturportfolios Diversifikationspotentiale. Auf der Risikoseite stehen an erster Stelle politische und regulatorische Risiken. Vor diesem Hintergrund ist es vorteilhaft, wenn in politisch stabile Regionen mit etablierten regulatorischen Rahmenwerken investiert wird. Weitere Risikoaspekte sind die geringe Liquidität, mögliche Wechselkursschwankungen und zu hohe Leverage in der Projektfinanzierung.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds und ETFs mit Fokus auf Infrastruktur jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 12.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 25 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 100 Universen.