Infrastrukturinvestitionen für Institutionelle Investoren
Aktienbasierte Infrastrukturinvestitionen sind Gegenstand einer umfangreichen Untersuchung des EDHEC Risk Institute, die Ende Januar erschienen ist. Die Autoren zeigen zunächst den aktuellen Forschungsstand und analysieren dann wie langfristig orientierte Investoren von der Performance bestehender Investmentvehikel am besten profitieren können. Neben Listed Infrastructure und Infrastructure Private Equity kommt für große Investoren vor allem ein direktes Exposure in Infrastruktur in Frage. Letzteres stellt einen besonders aktiven Ansatz dar und belegt gleichzeitig den Mangel an Intermediation in dem Sektor, insbesondere in Hinblick auf erneuerbare Energiegewinnung, heißt es in dem Report.
Quelle: EDHEC
Vor dem Hintergrund der Portfoliooptimierung zeigen die Autoren anschließend die Bedeutung und gleichzeitig den Mangel effizienter Benchmarks im Investmentprozess. Ähnlich wie Investitionen in Immobilien sollten für institutionelle Investoren Index-basierte Produkte im Fokus stehen, um ein Exposure in Infrastruktur zu erhöhen. Insbesondere für Infrastrukturprojekte steht die Forschung jedoch vor großen Herausforderungen einen Index zu konzipieren der gleichermaßen repräsentativ, transparent und investierbar ist.
Quelle: OECD
Bestehende Investitionen großer Pensionsfonds in Infrastruktur sind auch Thema einer Forschungsarbeit der OECD, die Ende letzten Jahres veröffentlicht wurde. Demnach bevorzugt der Großteil der analysierten Fonds ein direktes Exposure in Infrastrukturprojekte. Kleinere Fonds weichen stärker auf Aktien- oder Anleihen-Engagements aus.