Infrastruktur und Immobilien weltweit im Anlegerfokus
Real Assets stehen nach wie vor hoch in der Gunst vieler institutioneller Investoren, stellte eine Umfrage von AMP Capital Mitte Mai fest. Fast die Hälfte der Befragten gibt an, ihr direktes Exposure in Infrastruktur im ersten Quartal erhöht zu haben. Daneben standen seit Jahresbeginn Immobiliengesellschaften und Private Equity im Fokus. Auch der Blick auf die nähere Zukunft zeigt, dass alternative Anlageklassen weiter stark nachgefragt werden. 20 % der Umfrageteilnehmer planen ihr Hedgefonds- und Private-Equity-Exposure im Laufe des Jahres zu erhöhen. Rund 72 % beabsichtigen mehr in Immobilien zu investieren, 56 % planen ein stärkeres Engagement in Infrastruktur, sowohl direkt als auch indirekt.
Quelle: AMP Capital
Die Suche nach Real Assets ist in Europa besonders stark ausgeprägt. Hier planen 46 % ihr Exposure zu erhöhen, in Asien und Amerika nur 18 % bzw. 28 %. In Europa stehen dabei vor allem direkte und ungelistete Investments im Fokus. Nur 9 % der europäischen Investoren gibt dabei an, zu Gunsten realer Asset-Klassen das Cash- und Anleihenexposure zu reduzieren. In Asien und Amerika liegt der Anteil mit je knapp 25 % deutlich höher.
Quelle: AMP Capital
Insgesamt hat knapp ein Drittel der Befragten vor, das Exposure in neue Asset-Klassen in diesem Jahr auszudehnen. Demensprechend planen 24 % weitere externe Asset Manager zu beauftragen, nur 11 % wollen ihr Managerteam verkleinern. Wenig überraschend ist weiterhin für die meisten das Thema Risikoreduzierung von zentraler Bedeutung. Auch hier versprechen sich viele Investoren Vorteile durch das Hinzunehmen realer Anlageklassen.
An der Umfrage haben weltweit 62 institutionelle Anleger teilgenommen, rund zwei Drittel aus Nord- und Südamerika und 18 % aus Europa. Die Hälfte der Befragten verwaltet Assets zwischen 10 und 100 Mrd. US-Dollar.