13.06.2013 | Märkte

Bund veröffentlicht Leitfaden für verantwortungsvolles Investieren

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat Ende letzten Jahres einen Leitfaden für nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Investieren veröffentlicht. Ziel ist, das Bewusstsein im Finanzsektor für ESG-Kriterien und die PRI-Prinzipien der Vereinten Nationen voranzutreiben. Der Leitfaden erklärt die sechs PRI-Prinzipien und zeigt dabei unter anderem Möglichkeiten auf, wie ESG-Kriterien in traditionellen und alternativen Anlageklassen berücksichtigt werden können. Ein nachhaltiges Screening des Anlageuniversums ist dabei aber nur der Anfang. Vor allem institutionelle Investoren sollten sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung noch mehr bewusst werden und von ihren Rechten etwa als Großaktionär stärker Gebrauch machen. Größeres Engagement und das Einfordern von Transparenz stehen im Mittelpunkt nachhaltigen Investierens.


Quelle: BMU

Wie eine Umsetzung konkret aussehen kann zeigt das Beispiel der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" (EVZ). Sie prüft ihre Investments dahingehend, ob sie mit der historischen Verantwortung Deutschlands und dem Vermächtnis der NS-Zwangsarbeiter vereinbar sind. Aufgrund von Menschenrechtsverletzungen und mangelnder Kooperationsbereitschaft auf Seiten der Unternehmen zog sich die Stiftung Ende Mai aus ihren Investments in Apple, Shell, Wal-Mart und Barrick Gold zurück. Schrittweise beendet die Stiftung auch ihre Zusammenarbeit mit der Investmentbank HSBC. Aufgrund der anhaltenden Geldwäschevorwürfe wurde bereits eins von zwei Asset-Mandaten mit dem Institut gekündigt.

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