04.11.2013 | Research

Inflationsindexierte Unternehmensanleihen zur Absicherung des Inflationsrisikos

Risiken hinsichtlich der Preis- und Inflationsentwicklung in den entwickelten Volkswirtschaften haben für die meisten Investoren an Bedeutung gewonnen, so dass eine Absicherung zunehmend wichtiger wird. In einem Forschungspapier des EDHEC-Risk Institute untersuchen die Autoren Romain Deguest, Lionel Martellini und Vincent Milhau die Vorteile, die sich für langfristig orientierte Investoren durch inflationsindexierte (IFL) Kommunal- und Unternehmensanleihen ergeben. Hierzu werden die Instrumente sowohl unter Diversifikationsaspekten als auch unter dem Gesichtspunkt der Inflationsabsicherung betrachtet.

Als Ergebnis halten die Autoren fest, dass die Implementierung von IFL Anleihen für Investoren zu Wohlfahrtsgewinnen führt, da sie unter Rendite-Risiko-Aspekten dieselben Vorteile eröffnen wie ein Investment in Aktien und festverzinsliche Anleihen - jedoch bei einem geringeren Investitionsbetrag.
Je höher die Unsicherheit bezüglich der künftigen Inflationsraten, desto größer sind auch die Vorteile, die aus der Beimischung von IFL Anleihen erwachsen. Problematisch ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass die inflationsindexierten Anleihen zwar über einen automatischen Inflationsschutz verfügen und auch das Zinsänderungsrisiko minimieren, jedoch staatlich emittierte Produkte durch eine gestiegene Nachfrage seit Beginn des Jahrtausends relativ teuer geworden sind, so dass sich hiermit nur noch marginale Renditen erwirtschaften lassen. Hinzu kommt noch die Unsicherheit in Bezug auf die Kreditwürdigkeit vieler Staaten. Vor diesem Hintergrund sehen die Autoren die beste Lösung des Dilemmas in IFL Unternehmensanleihen, die die genannten Vorteile aufweisen, jedoch günstiger als die Anleihen staatlicher Emittenten sind. Entsprechend wird damit gerechnet, dass dieses Marktsegment in der Zukunft wachsen und weiter an Bedeutung gewinnen wird.

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