03.05.2011 | Märkte

Inflations-Hedging für institutionelle Investoren

Ein Mitte März erschienener Research Report von Towers Watson stellt die verschiedenen Möglichkeiten dar wie institutionelle Investoren das Thema Inflation hedgen können. Dabei wird der Schwerpunkt auf Inflation-Linked Bonds gelegt, die von den Autoren als das beste Instrument für direktes Hedging identifiziert werden.
Inflation-Linked Bonds bieten einen fixen Kupon. Die verzinste Schuld ist hingegen an ein Inflationsmaß geknüpft und erhöht sich bei Inflation. Da die Schuld nicht unter den Nominalbetrag fallen kann, sind Inflation-Linked Bonds gleichzeitig gegen das Deflationsrisiko abgesichert. Ob Investoren Staatsanleihen oder staatliche Inflationsanleihen bevorzugen, hängt von ihren Inflationserwartungen ab.


Quelle: Towers Watson

Die Inflationserwartungen und die Inflationsprämie sind seit den 1980er Jahren deutlich gesunken. Aufgrund der Finanzkrise und anhaltend niedriger Zinsen, könnte sich dieser Trend laut Towers Watson jedoch bald umkehren. Die Absicherung von Inflationsrisiken wird dann wieder zunehmen. Investments in Aktien, Immobilien und Rohstoffe werden als indirekte Absicherung gegenüber Inflationsrisiken vorgenommen, die sich in erster Linie negativ auf Anleihen auswirken. Bei Aktien sind der Studie zufolge die sektorbezogenen Unterschiede jedoch sehr groß und damit auch die Performance in bestimmten Inflationsszenarien. Rohstoffe und Immobilien unterliegen dafür einer größeren Volatilität.
Die Autoren stellen die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten zur Inflationsabsicherung einander gegenüber und identifizieren Inflationsderivate und Inflation-Linked Bonds als geeignete Instrumente.


Quelle: Towers Watson

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