Norwegischer Staatsfonds untersucht Ineffizienzen durch außerbörslichen Handel
Die Norges Bank hat in einer aktuellen Veröffentlichung die Bedeutung außerbörslicher Handelsplätze analysiert und ist dabei insbesondere auf die These, dass außerbörslicher Handel zu Ineffizienzen führt, eingegangen.
Fast 30 % des US-Handelsvolumens findet an außerbörslichen Handelsplätzen statt. Diese Handelsplätze sind für Investoren interessant, da sie geringere Kosten als Börsen aufweisen und die Kontraktgrößen an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden können. Ein Nachteil besteht in der höheren durchschnittlichen Wartezeit, bis ein geeigneter Vertragspartner gefunden wird.
Quelle: Norges Bank
Die Autoren differenzieren bei den außerbörslichen Handelsplätzen nach der Transaktionsgröße. An manchen Handelsplätzen werden sehr große Transaktionen, meist von einem institutionellen Investor zu einem anderen, durchgeführt. Falls eine sehr große Kontraktgröße aufgrund der benötigten Zeit für einen Investor nicht in Frage kommt, wird die Kontraktgröße häufig aufgeteilt. Hier spielen Intermediäre eine zentrale Rolle, da sie die Teilung übernehmen und durch verschiedene Algorithmen mehrere Handelsplätze nach Vertragspartnern absuchen.
Die Autoren stellen keinen negativen, durch außerbörslichen Handel ausgelösten, Einfluss auf die Preisfindungseffizienz der Märkte fest. Sie bemängeln jedoch die geringe operative Transparenz der Broker, wie zum Beispiel im Bereich der Matching-Algorithmen.