28.09.2010 | Research

Implizite und realisierte Korrelationen im iTraxx

Eine aktuelle Arbeit der Frankfurt School of Finance & Management untersucht die impliziten Korrelationen der Tranchen des iTraxx Europe und vergleicht diese mit den realisierten Korrelationen. Die Autoren Professor Heidorn und Dennis Kahlert konzentrieren sich auf den Zeitraum der Finanzkrise (Sommer 2007 bis Ende 2008). Demnach seien die impliziten Korrelationen durchschnittlich deutlich höher als die realisierten Korrelationen. Wie bei anderen Asset-Klassen auch zu beobachten, reagieren implizite Korrelationen zudem sensibler auf Veränderungen im Grad der Risikoaversion der Investoren.


Quelle: Heidorn, Kahlert (2010)

Desweiteren enthalten die realisierten Korrelationen überraschenderweise keinerlei Erklärungsgehalt für die impliziten Korrelationen. Den größten Erklärungsgehalt besitzen der Studie zufolge das systematische Risiko sowie weitere makroökonomische Risikofaktoren, wobei diese Zusammenhänge nichtlinear sind. Während der Finanzkrise wirkte sich insbesondere das Liquiditätsrisiko stark auf die Korrelation der einzelnen iTraxx-Tranchen aus - den höchsten Erklärungsgehalt besitzt der Goldpreis. Der Swap Spread sei darüber hinaus eine gute Approximation für die systematische Risikokomponente im Interbankenmarkt.


Quelle: Heidorn, Kahlert (2010)

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