25.04.2017 | Studie

Hürden für ESG-Integration im Investment-Prozess nehmen ab

Der Asset Manager State Street hat in einer weltweiten Umfrage die Möglichkeiten und Chancen der ESG-Integration im Asset Management untersucht. Mit 47 % werden Ausschlüsse von Institutionellen am häufigsten für die ESG-Umsetzung verwendet, gefolgt von Best-in-Class-Ansätzen mit 37 %. Die volle ESG-Integration wird dagegen nur von 21 % umgesetzt. Die drei wesentlichen Hürden für die ESG-Integration werden allerdings kleiner. Lediglich ein Drittel der befragten institutionellen Investoren ist überzeugt, dass durch die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien die Rendite sinkt. Weiterhin sehen nur 10 % ihre fiduziären Verpflichtungen als Hindernis für ESG. Zuletzt herrscht eine realistische Einschätzung des längerfristigen Investment-Horizontes vor, der erforderlich ist, damit ESG-Investments ihre Stärken ausspielen können. Problematisch sind jedoch nach wie vor der Mangel an standardisierten Maßen für die Bemessung der ESG-Performance (60 %) sowie das unzureichende Reporting von ESG-Daten durch Unternehmen (53 %). 


Quelle: State Street

Zur Umsetzung der ESG-Integration wird ein Modell vorgestellt, welches auf fünf Säulen basiert. Der erste Schritt ist das aktive Commitment, insbesondere die Unterstützung durch Leitung und Aufsichtsgremien. Der zweite Aspekt umfasst die Erweiterung der Wissensbasis in der gesamten Organisation, also auch für Sektorportfoliomanager oder Analysten. Der Datenknappheit kann durch aktives Einfordern dieser Daten begegnet werden. In diesem Zusammenhang sollten auch die Bemühungen der Investmentbranche nach der Standardisierung der ESG-Daten unterstützt werden. Viertens gilt es, die wesentlichen Faktoren für die Anlageentscheidung zu benennen. Abschließend sollten die Zeithorizonte der Anlagen aufeinander abgestimmt werden, was die Anpassung der Performance-Messung und Anreizstruktur umfasst, so dass die langfristige Natur der ESG-Anlagen berücksichtigt wird.

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