05.07.2018 | Studie

Deutsche institutionelle Investoren berücksichtigen Nachhaltigkeit

Das Thema Nachhaltigkeit etabliert sich zunehmend bei institutionellen Investoren in Deutschland, zeigt eine Studie von Union Investment. Befragt wurden 203 Investoren, die zusammen ein Anlagevolumen von 5,9 Bill. Euro repräsentieren. Demnach werden bereits von 65 % Nachhaltigkeitskriterien in der Kapitalanlage berücksichtigt, angeführt von KVGs sowie Stiftungen und Kirchen.


Quelle: Union Investment

Dass Nachhaltigkeit zunehmend aus ökonomischer Perspektive betrachtet wird, zeigt sich bei der Wahl der Kriterien: Ökonomische Kriterien rangieren auf Platz 1, gefolgt von sozialen, ethischen und Governance-Kriterien. Das Schlusslicht bilden ökologische Kriterien. Bei den Umsetzungsstrategien dominiert mit Abstand die Anwendung von Ausschlusskriterien (91 %). Am wenigsten angewendet werden hingegen Engagement-Aktivitäten (37 %).
Hinsichtlich der Rendite-Risiko-Eigenschaften nachhaltiger Anlagen können die Befragten keine Unterschiede zu den konventionellen Portfolios erkennen. Insgesamt konnte sogar bei 6 % eine bessere Rendite und bei 12 % eine Verringerung der Risiken festgestellt werden.


Quelle: Union Investment

Der Anteil nachhaltiger Assets am Gesamtportfolio ist vor allem bei Stiftungen und Kirchen mit 80 % überdurchschnittlich hoch. Altersversorger und Pensionskassen liegen mit 57 % auf Platz 2, gefolgt von Versicherungen (49 %) und Kreditinstituten (41 %). Am geringsten ist der Anteil mit 25 % bei den KVGs.

Die Zufriedenheit der Investoren bewegt sich auf einem relativ hohen Niveau. Dementsprechend können sich nur 15 % der Investoren einen Ausstieg aus dem Segment vorstellen. Die Bereitschaft, Nachhaltigkeitsaspekte in der Kapitalanlage zu berücksichtigen, würde nach Aussage der Befragten noch größer sein, wenn die Wirkung der Anlage gemessen würde. Ein entscheidender Impuls kann auch aus sich verändernden regulatorischen Anforderungen kommen, schätzen 54 %. So zeigt auch der Stimmungsindex zur nachhaltigen Kapitalanlage, der auf Grundlage der Investorenbefragung durch Professor Schäfer von der Universität Stuttgart ermittelt wurde, eine langsam wachsende Akzeptanz aufseiten der Investoren. Der Index (Skala: -100 bis +100) stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 auf 22,9 Punkte und setzte damit seine moderate Aufwärtsentwicklung der letzten Jahre fort.
 

Absolut Research zeigt mit der Publikation Absolut|impact das Spektrum nachhaltiger Investments für institutionelle Investoren auf. Anleger erfahren durch Fachbeiträge zu Strategien, Trends, ESG-Initiativen und Regulierung, wie sie nicht nur ihr Portfolio, sondern auch gesellschaftliche Veränderungen (mit)gestalten können.

Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Nachhaltigkeit jeden Monat in den Publikationen Absolut|ranking Sustainability Equity und Sustainability Balanced & Fixed Income. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 12.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Universen.


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