Hohe Teamfluktuation verbessert Performance von Private-Equity-Fonds
Ein häufiger Wechsel bei der Zusammensetzung des Anlageteams hat einer Studie von Capital Dynamics zufolge einen positiven Effekt auf die Performance einer Private-Equity-Transaktion. Bei der Auswertung der Ergebnisse von 145 Fondsmanagementteams weltweit, wurde somit die gängige These einer positiven Beziehung zwischen Teamstabilität und Anlageerfolg von Private-Equity-Fonds widerlegt.
Die Resultate implizieren eine Erhöhung des Netto-IRR in Höhe von ca. 10 % bei einer Veränderung der Fluktuationsrate der Teamzusammensetzung von 1 % von einem Fundraising zum anderen. Dieser Effekt ist deutlich stärker als die Ergebnisse einer Studie von 2011 postulieren. Des Weiteren ist der Analyse zu entnehmen, dass diejenigen Fonds, die gemessen an der Fluktuationshäufigkeit im oberen Drittel rangieren, im Durchschnitt eine Performance von 25 % aufweisen, während die durchschnittliche Performance bei Fonds mit niedriger Fluktuationshäufigkeit 11,5 % beträgt.
Quelle: Capital Dynamics (2013)
Im zweiten Teil der Analyse wurde der Einfluss auf die Performance vom fachlichen Hintergrund her untersucht. Eine Unterteilung des Datensatzes erfolgte in Team-Mitglieder mit operativen, finanziellen und Private-Equity-Erfahrungen. Während kein signifikanter Einfluss der Fluktuation bei Experten mit finanzspezifischen Erfahrungen festgestellt wurde, implizieren die Ergebnisse bei Fluktuationen von Professionals mit operativem Background eine positive Signifikanz. Ein negativer Zusammenhang wurde sogar bei Team-Mitgliedern mit Private-Equity-spezifischen Fachkenntnissen festgestellt. Hinsichtlich der Zusammensetzung des Teams bringt zusätzlich ein höherer Anteil an Experten mit operativen und Private-Equity-Fachkenntnissen eine bessere Performance als ein kleiner Anteil.
Quelle: Capital Dynamics (2013)
Zudem beinhaltet die Studie eine Analyse der Performance in Abhängigkeit der Fluktuationshäufigkeit in unterschiedlichen wirtschaftlichen Zyklen. Während einer Rezession resultiert demnach ein positiv signifikanter Zusammenhang, während in Zeiten, die nicht durch eine Rezession gekennzeichnet sind, ein negativer Zusammenhang festgestellt wurde.
Als Ergebnis der Studie lässt sich feststellen, dass die Anpassungsfähigkeit des Teams an das veränderte wirtschaftliche Umfeld gegenüber der Teamstabilität von größerer Bedeutung sein kann.