23.09.2010 | Research

Hohe Private-Equity-Renditen durch hohe Liquidität

Eine kürzlich erschienene wissenschaftliche Publikation der Universitäten Lugano und Amsterdam untersucht die Renditen von Private-Equity-Investments mit Fokus auf Liquidität aus makroökonomischer Sicht. Für ihre Analyse verwenden die Autoren die detaillierten Cash Flows von 4.403 liquidierten Buyouts und Growth-Finanzierungen, die der CEPRES-Datenbank entnommen wurden. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass das Liquiditätsumfeld ein wesentlicher Werttreiber von Private-Equity-Renditen ist.


Quelle: Franzoni, Nowak, Phalippou (2010)

Die Analyse erstreckt sich auf eine umfangreiche Anzahl an Kennzahlen, basierend auf vorangegangenen Untersuchungen. Die historische Risikoprämie für Private Equity sei 18 %, schwanke jedoch je nach Zustand des Liquiditätsumfeldes zwischen -12 % und +31 %. Eine Verbesserung der Liquiditätsbedingungen um eine Standardabweichung führe zu einer Steigerung der durchschnittlichen Rendite um +7-12 %.
Die Analyse der Fama-French-Faktoren plus Liquidität brachte im Ergebnis ein Alpha vor Kosten von Null, ein Liquiditäts-Beta von 0,7 und ein Markt-Beta von 1,3. Die durchschnittliche Rendite von 18 % setze sich zu 10 % aus der Marktrisikoprämie, zu 3 % aus der Liquiditätsrisikoprämie und zu 5 % aus dem Value-Faktor zusammen.


Quelle: Franzoni, Nowak, Phalippou (2010)

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