Hohe Aktivität auf europäischen Loan-Märkten erwartet
Ernst&Young hat Ende 2011 den umfangreichen Marktbericht "European Non-Performing Loan Report 2011" veröffentlicht, der die Situation der Banken und ihrer Kreditportfolios ausführlich beleuchtet. Ernst&Young stellt zunächst die makroökonomische Situation in Europa sowie die Situation der Banken dar, die von der Finanzkrise ebenso wie von der derzeitigen Schuldenkrise betroffen sind. Bei der Solvenz der Banken gibt es demnach ein deutliches Gefälle zwischen Kerneuropa und der Peripherie. Der größte Unterschied zwischen "guten" und "schlechten" Banken liege vor allem im Geschäftsmodell. Banken, die von den Krisen wenig betroffen waren, zeichneten sich einen klaren Fokus auf Märkte, Produkte und Kunden aus, wobei exzessive Risikoübernahmen vermieden wurden. Im Gegensatz dazu haben "schlechte" Banken hohe Risiken konzentriert und ihren Kapitalzufluss auf kurzfristige oder zu illiquide Quellen gestützt.
Der europäische Loan-Markt kam während der Finanzkrise Ende 2008 bis Anfang 2009 aufgrund der hohen Risikoaversion praktisch zum Erliegen. Daher liegen nach Ansicht der Autoren noch zahlreiche Loans in den Büchern der Banken, die 2012 wieder in den sich erholenden Markt gegeben werden. Non-Core Loan Assets werden auf 1.000 Mrd. Euro beziffert, Non-Performaning Loans auf 750 Mrd.
Im Anschluss an den Gesamtüberblick werden Einzelanalysen für zwölf Länder präsentiert, die neben der Entwicklung des Bankensektors ausführlich den jeweiligen Loan und Loan-Trading-Sektor darstellen.
Quelle: Ernst&Young
Die Performance von Investmentfonds mit Fokus auf Loans können Abonnenten der Rankings von Absolut Research seit Januar 2012 im Ranking: Credit-Fonds unter der Kategorie "Loans" betrachten.