18.01.2018 | Märkte

High Yield Bonds und EM Debt aus Solvency-II-Perspektive

Fidelity hat in einem kurzen Marktbericht die Eigenschaften von Hochzinsanleihen und Emerging Market Debt aus Perspektive eines Solvency II-Anlegers untersucht. Demnach kann ein Investment in diese Anleihen trotz verhältnismäßig niedriger Bonitäten aus Sicht des Standardmodells interessant sein. Zwar führt das niedrige Rating zu höheren SCR-Kosten, die Duration der Papiere ist im Durchschnitt aber geringer als im Investment Grade, was sich wiederum positiv auf die erforderliche Eigenkapitalunterlegung auswirkt. Ebenfalls ist die Zinsentwicklung unabhängiger von der generellen Marktentwicklung in den Heimatstaaten der Anleger und hat somit diversifizierenden Charakter.


Quelle: Fidelity

Die Autoren zeigen, dass mit abnehmender Bonität die Kompensation für den Investor steigt - auch nachdem SCR-Kosten und Ausfallrisiken berücksichtigt wurden. In Schwellenländern können Hard-Currency-Emissionen attraktiv sein, denn im Standardmodell ist es unerheblich, in welchem Land eine Anleihe begeben wurde. Euro-Anleihen von Schwellenländern sind daher nicht mit zu unterlegenden FX Risiken behaftet. Im Spreadmodul lassen sich damit Yield-Vorteile realisieren.




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